Kreditkarte im Online-Casino

Fabian Cattaneo
Zuletzt aktualisiert am 14. August 2026, 15:12
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Eine Kreditkarte ist eine Zahlungskarte, deren Umsätze die herausgebende Bank zunächst vorstreckt und erst mit der Monatsrechnung beim Karteninhaber einfordert. Im Online-Casino dient sie vor allem als Einzahlungsmethode, meist über Visa oder Mastercard, und das Guthaben erscheint in der Regel sofort auf dem Spielerkonto. Teurer als erwartet wird sie durch die Bank: Die meisten Schweizer Herausgeber verrechnen auf Glücksspielzahlungen eine eigene Gebühr, die sich am Bargeldbezug orientiert.

Kreditkarte

Kreditkarte bei Einzahlung und Auszahlung

Wer per Kreditkarte einzahlt, kann diese Karte noch lange nicht für die Auszahlung nutzen. Viele Casinos für Schweizer Spieler überweisen Gewinne ausschliesslich auf das hinterlegte Bankkonto, andere erlauben eine Rückbuchung auf die Karte, sofern zuvor damit eingezahlt wurde.

Wo die Karte als Auszahlungsweg angeboten wird, nennen Anbieter meist 1 bis 5 Werktage nach der Freigabe durch das Casino. Diese Freigabe folgt erst auf die abgeschlossene Identitätsprüfung, und innerhalb der Bandbreite entscheidet vor allem die ausstellende Bank. Die schnellste Einzahlung ist also selten die schnellste Auszahlung.

Was ich zuerst prüfe, ist darum die Auszahlungsseite, nicht die Einzahlungsseite.

Abgrenzung zu Debit- und Prepaidkarte

Eine Debitkarte belastet das Bankkonto direkt, eine Kreditkarte sammelt die Beträge auf einer Monatsrechnung. Für Glücksspiel ist dieser Unterschied vor allem eine Kostenfrage, weil Debitkarten laut moneyland.ch keine zusätzliche Glücksspielgebühr auslösen. Da Debitkarten heute oft ebenfalls das Logo von Visa oder Mastercard tragen und im Casino genau gleich erfasst werden, bemerken viele Spieler den Unterschied erst auf der Abrechnung.

Prepaid-Kreditkarten gelten dagegen als Kreditkarten und werden gleich belastet.

Glücksspielgebühren Schweizer Kartenherausgeber

Die Gebühr erhebt der Kartenherausgeber, nicht das Casino.

Die Sätze stammen aus der Übersicht von moneyland.ch, die letzte Spalte rechnet sie auf eine Einzahlung von CHF 50 um. Wer oft kleine Beträge auflädt, zahlt bei einer Mindestgebühr unverhältnismässig viel; Herausgeber können ihre Tarife zudem jederzeit anpassen.

HerausgeberKartenGlücksspielgebührMinimum/MaximumBei CHF 50
SwisscardCashback, Amex, Miles & More4 %mind. CHF 10CHF 10.00
UBSUBS, Key44 %max. CHF 100CHF 2.00
PostFinancePostFinance Kreditkarten3,5 %max. CHF 100CHF 1.75
Migros BankCumulus, Migros Bank3,5 %mind. CHF 8CHF 8.00
RaiffeisenRaiffeisen Kreditkartenkeine–CHF 0.00

Zusatzkosten bei ausländischen Anbietern

Zahlt man bei einem Casino ausserhalb der Schweiz, kommt zur Glücksspielgebühr eine Gebühr für Auslandzahlungen hinzu. Wird zudem in EUR statt CHF belastet, steckt ein weiterer Aufschlag im Wechselkurs, der auf keiner Gebührenliste separat erscheint.

Punkte, Meilen oder Cashback gibt es für Glücksspielzahlungen in der Regel nicht, weil die Herausgeber sie von ihren Bonusprogrammen ausschliessen.

Ausgenommen von der Glücksspielgebühr sind bei allen Herausgebern nur Swisslos und Loterie Romande.

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