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So ordnen wir Casinos ohne Gebühren ein
Die Rangfolge beruht auf den publizierten Zahlungsbedingungen, den Gebührenangaben im Helpcenter und den Lizenzdaten der ESBK. Wie hoch ein Bonus klingt, verschiebt keinen Platz, solange seine Bedingungen Geld kosten oder Guthaben unverhältnismässig lange binden. Bezahlte Platzierungen fliessen nicht in die Reihenfolge ein.
Bonusangebote und ihre Kostenfolgen
Ein Bonus mit klaren Umsatzbedingungen und ohne Auszahlungssperre auf das eingezahlte Guthaben hebt einen Platz. Abzüge gibt es, wenn ein Bonusabbruch auch die eigene Einzahlung erfasst oder wenn die Bedingungen erst im Kleingedruckten erwähnen, dass bestimmte Zahlungswege vom Angebot ausgeschlossen sind.
Zahlungswege, Gebühren und Auszahlungsdauer
Hier liegt das grösste Gewicht dieser Seite. Gebührenfreie Einzahlung über TWINT mit Bankkonto, PostFinance Pay oder Debitkarte und gebührenfreie Auszahlung ab CHF 20 heben einen Platz deutlich. Eine Pauschale auf Auszahlungen bis CHF 100, eine Freigabedauer über fünf Werktage oder fehlende Angaben zu Gebühren im Kassenbereich senken ihn, selbst wenn das übrige Angebot überzeugt.
Spielangebot und Softwareanbieter
Eine Spielauswahl mit ausgewiesenem RTP pro Titel und Software von Herstellern, deren Spiele die ESBK bewilligt hat, hebt einen Platz. Fehlende RTP-Angaben oder ein schmaler Katalog ohne Live Casino senken ihn leicht.
Mobile Kasse und Bedienung
Positiv zählt, wenn die Kasse in der App oder mobilen Version dieselben Gebührenhinweise zeigt wie auf dem Desktop und TWINT direkt auslöst. Versteckt die mobile Ansicht Limits oder Kosten hinter weiteren Menüs, verliert der Anbieter Punkte.
Lizenz, Datenschutz und Zahlungssicherheit
Massgebend ist die Bewilligung der ESBK für das Online-Angebot, also die Konzessionserweiterung einer Schweizer Spielbank. Ohne sie erscheint kein Casino auf dieser Liste, unabhängig von seinen Gebühren. Innerhalb der Liste hebt eine klare Regel, dass Auszahlungen nur auf ein Schweizer Konto im eigenen Namen gehen, den Platz; unklare Angaben zur Verifizierung oder zum Umgang mit Zahlungsdaten senken ihn.
Kundendienst und Antworten zu Gebühren
Ein Helpcenter, das Auszahlungsgebühren, Schwellenbeträge und Bearbeitungszeiten in Zahlen nennt, hebt einen Platz. Abzüge gibt es, wenn Fragen zu Kosten nur per E-Mail beantwortet werden oder wenn der Kundendienst auf die AGB verweist, ohne die betreffende Stelle zu nennen.
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WillkommenspaketWas «ohne Gebühren» tatsächlich abdeckt
Wenn ein Casino «keine Gebühren» schreibt, meint es fast immer seine eigene Kasse. Das Casino zieht beim Einzahlen nichts ab und verlangt bei der Auszahlung keine Bearbeitungspauschale, zumindest ab einem bestimmten Betrag. Was zwischen Ihrem Bankkonto und dem Spielerkonto geschieht, liegt ausserhalb dieser Zusage.
Kosten entstehen deshalb an drei Stellen, und nur eine davon kontrolliert der Anbieter. Die erste ist das Casino mit allfälligen Gebühren auf kleine Auszahlungen. Die zweite ist der Herausgeber Ihrer Karte, der Glücksspielzahlungen oft wie einen Bargeldbezug abrechnet. Die dritte ist die Bank, sobald ein Betrag nicht in Franken gebucht und umgerechnet wird.
Die Casinos weisen auf diese Lücke selbst hin. Auf den Zahlungsseiten Schweizer Anbieter steht regelmässig der Zusatz, dass Banken oder Zahlungsdienstleister eigene Entgelte erheben können, etwa für Währungsumrechnung, Sofortüberweisungen oder die Kontoführung.
Ein Casino ohne Gebühren ist darum kein Merkmal des Anbieters allein, sondern das Ergebnis aus Anbieter, Zahlungsweg und Kontowährung.
Warum die Einzahlung selten das Problem ist
Bei den Online-Casinos mit Schweizer Bewilligung ist die Einzahlung in der Regel kostenlos, sofern Sie über TWINT mit hinterlegtem Bankkonto, PostFinance Pay mit Kontobelastung oder eine Debitkarte zahlen. Teuer wird es, wenn hinter derselben App eine Kreditkarte steckt. TWINT belastet dann nicht Ihr Konto, sondern die Karte, und deren Herausgeber verrechnet seine Glücksspielgebühr unabhängig davon, welche App die Zahlung ausgelöst hat. Die Zahlung sieht in der Kasse identisch aus, auf der Kartenabrechnung jedoch nicht.
Ein Blick auf die hinterlegte Zahlungsquelle spart hier mehr als mancher Bonus.
Schweizer Konzession oder Auslandlizenz: die Kostenseite
Ob ein Casino ohne Gebühren auskommt, hängt stark davon ab, wo es bewilligt ist. Nach dem Geldspielgesetz dürfen in der Schweiz nur konzessionierte Spielbanken Casinospiele online anbieten, und dafür brauchen sie eine Konzessionserweiterung des Bundesrats sowie eine Bewilligung der ESBK. Insgesamt gibt es 21 konzessionierte Spielbanken im Land.
Angebote ohne Schweizer Bewilligung werden gesperrt, ebenso solche, deren Betreiber im Ausland sitzt. Wer dort trotzdem spielt, macht sich laut ESBK nicht strafbar. Die Kosten aus Auslandzahlung, Fremdwährung und Steuer trägt man aber selbst.
Der Vergleich stellt beide Seiten nach Kostenpunkten gegenüber; die Angaben stammen aus den Mitteilungen von ESBK und Eidgenössischer Steuerverwaltung sowie aus publizierten Zahlungsbedingungen.
Ob ein Casino zur ersten Gruppe gehört, lässt sich auf der Website der ESBK prüfen, die alle bewilligten Spielbanken aufführt. Die Domain der Online-Plattform muss zu einer dieser Spielbanken gehören; ein Schweizer Kreuz im Logo ersetzt diese Prüfung nicht.
Casino mit ESBK-Bewilligung | Anbieter mit Auslandlizenz |
|---|---|
| Spielerkonto in CHF, keine Umrechnung | Häufig EUR-Konto mit Wechselkursaufschlag |
| Kreditkarte: Glücksspielgebühr des Herausgebers | Glücksspielgebühr plus Gebühr für Auslandzahlung |
| Gewinne steuerfrei bis zum Freibetrag von rund 1 Mio. CHF | Gewinne grundsätzlich ab dem ersten Franken steuerbar |
| Auszahlung nur auf Schweizer Konto im eigenen Namen | Mehr Auszahlungswege, etwa E-Wallets oder Krypto |
| Auszahlungsgebühr je nach Anbieter und Betrag | Auszahlungsgebühr je nach Anbieter und Methode |
Wo im Kassenbereich die Kosten stehen
Gebühren stehen selten dort, wo man sie zuerst sucht. Die Kasse zeigt beim Einzahlen meist nur Mindest- und Höchstbetrag, während Auszahlungspauschalen im Helpcenter oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen stehen.
Ein Beispiel dafür liefert Swiss Casinos: Das Helpcenter nennt eine Bearbeitungsgebühr von CHF 5 für Auszahlungen bis CHF 100, darüber ist die Auszahlung gebührenfrei. In der Kasse selbst muss man diese Regel nicht zwingend sehen, bevor man den Betrag eingibt.
Was ich zuerst lese, ist deshalb nie die Bonusseite, sondern der Hilfeartikel zur Auszahlung.
Dort stehen in der Regel auch die Bedingungen, die über die Kosten hinausgehen: dass das Konto vollständig verifiziert sein muss, dass nur auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto im eigenen Namen ausgezahlt wird und ab welchem Betrag schnellere Auszahlungsvarianten verfügbar sind. Wer diese drei Punkte kennt, weiss vor der ersten Einzahlung, welcher Weg das Geld zurückbringt.
Fehlt eine Angabe, lohnt sich eine schriftliche Anfrage an den Kundendienst. Eine Antwort per E-Mail oder Chat-Protokoll hält fest, was der Anbieter zu Gebühren und Fristen zusagt, und lässt sich später zitieren, falls eine Abrechnung davon abweicht. Mündliche Auskünfte am Telefon haben diesen Wert nicht.
Fünf Kontrollen vor der ersten Einzahlung
Die folgenden Schritte brauchen wenige Minuten und decken alle drei Kostenebenen ab. Die Reihenfolge folgt dem Weg des Geldes, von der Zahlungsquelle bis zurück aufs Konto.
- Schritt 1
Hinterlegte Zahlungsquelle in der TWINT-App prüfen
Öffnen Sie die TWINT-App Ihrer Bank und kontrollieren Sie, ob ein Bankkonto oder eine Kreditkarte hinterlegt ist. Nur mit Bankkonto bleibt die Einzahlung ohne Glücksspielgebühr des Kartenherausgebers. - Schritt 2
Gebührenblatt des Kartenherausgebers zur Glücksspielgebühr lesen
Suchen Sie im Gebührenverzeichnis Ihrer Kreditkarte nach Glücksspiel, Lotterie oder Bargeldbezug. Dort steht der Prozentsatz, oft mit Mindest- oder Höchstbetrag pro Transaktion, der auf jede Casino-Einzahlung fällt. - Schritt 3
Auszahlungsschwelle und Bearbeitungsgebühr im Helpcenter suchen
Lesen Sie den Hilfeartikel zur Auszahlung und notieren Sie, bis zu welchem Betrag eine Pauschale anfällt. Planen Sie Ihre Auszahlungen dann so, dass jede einzelne über dieser Schwelle liegt. - Schritt 4
Kontowährung und Bankverbindung vor der Registrierung klären
Prüfen Sie, ob das Spielerkonto in CHF geführt wird und Ihre Bankverbindung auf Ihren Namen lautet. Ein Konto in Fremdwährung oder auf einen anderen Namen verzögert die Auszahlung oder verursacht Umrechnungskosten. - Schritt 5
Verifizierung abschliessen, bevor Sie Geld einzahlen
Laden Sie die verlangten Ausweis- und Wohnsitzdokumente hoch, bevor Sie Geld einzahlen. Ohne vollständige Verifizierung nehmen Schweizer Casinos keinen Auszahlungsantrag an, und das Guthaben bleibt so lange im Spielerkonto.
Kreditkarte im Casino: die teuerste Einzahlung
Die Kreditkarte ist der Zahlungsweg, bei dem «ohne Gebühren» am häufigsten nicht stimmt. Casino-Transaktionen tragen einen eigenen Händlercode für Glücksspiel, und die meisten Schweizer Kartenherausgeber verrechnen darauf eine Gebühr, die in der Regel jener für den Bargeldbezug am Bancomaten entspricht.
Die Übersicht des Vergleichsdienstes Moneyland nennt für die meisten Herausgeber Sätze zwischen 3,5 % und 4 %, teils mit einem Minimum von CHF 8 bis 10 oder einem Maximum von CHF 100 pro Transaktion. Einige wenige Herausgeber verzichteten in dieser Übersicht ganz auf die Gebühr. Weil sich solche Konditionen ändern, gilt immer das aktuelle Gebührenblatt Ihrer eigenen Karte.
Bei PostFinance ist der Fall besonders klar. Wer in PostFinance Pay die PostFinance-Kreditkarte als primäre Zahlungsmethode hinterlegt, zahlt 3,5 % auf jede Einzahlung in ein Online-Casino; mit Belastung des Kontos fällt diese Gebühr weg.
Eine Rechnung macht die Grössenordnung sichtbar. Bei einer Gebühr von 4 % mit Minimum CHF 10 kostet eine Einzahlung von CHF 50 nicht CHF 2, sondern CHF 10, also ein Fünftel des Betrags. Erst ab CHF 250 greift der Prozentsatz statt des Minimums. Kleine, häufige Einzahlungen mit Kreditkarte sind damit die teuerste Art, ein Spielerkonto zu füllen, und zwar unabhängig davon, ob das Casino selbst etwas verlangt.
Je nach Herausgeber behandelt die Karte die Zahlung zudem wie einen Bargeldbezug, auf den ab dem ersten Tag Zins läuft. Bei Zahlungen an Casinos ausserhalb der Schweiz kommen Auslandgebühr und Wechselkursaufschlag dazu.
Die Debitkarte ist hier die günstigere Karte.
Auszahlung: wann kleine Beträge Geld kosten
Bei der Auszahlung entscheidet meist nicht der Zahlungsweg über die Kosten, sondern der Betrag. Die meisten Schweizer Anbieter zahlen gebührenfrei aus, einige knüpfen das jedoch an eine Schwelle.
Bei Swiss Casinos sind Auszahlungen über CHF 100 gebührenfrei, darunter wird eine Pauschale von CHF 5 erhoben. Bei CHF 100 sind das 5 % des Betrags, bei CHF 20 ein Viertel. Wer seinen Gewinn in kleinen Tranchen abhebt, zahlt diese Pauschale jedes Mal. Andere Anbieter wie jackpots.ch geben an, Auszahlungen unabhängig von der Höhe nie mit Gebühren zu belasten.
Dauer und Kosten hängen zusammen, wenn ein Anbieter eine schnellere Variante anbietet. Swiss Casinos ermöglicht Instant-Auszahlungen erst ab CHF 100. Die normale Auszahlung auf ein Schweizer Konto braucht je nach Anbieter zwei bis fünf Werktage: jackpots.ch nennt drei bis vier Arbeitstage bis zur Freigabe, StarVegas zwei bis fünf Werktage bis zur Gutschrift auf dem PostFinance-Konto. Die Bandbreite gilt für ein vollständig verifiziertes Konto; fehlt ein Dokument, beginnt die Frist erst nach der Prüfung.
Für die Kostenrechnung zählt deshalb die Zahl der Auszahlungen, nicht ihre Summe. Eine einzige Auszahlung von CHF 300 ist bei allen hier genannten Anbietern gratis, drei Auszahlungen zu je CHF 100 können je nach Schwellenregel zusammen CHF 15 kosten.
Eine Auszahlung, die wegen fehlender Unterlagen liegen bleibt, kostet zwar keine Gebühr, aber Zeit.
Zahlungswege und ihre Kosten im Überblick
Die Tabelle fasst zusammen, wer bei welchem Zahlungsweg Kosten erhebt und wohin das Geld zurückfliesst. Grundlage sind die Zahlungsseiten Schweizer Anbieter und die Gebührenangaben der Kartenherausgeber.
| Zahlungsweg | Gebühr Casino | Fremdkosten | Auszahlung dorthin |
|---|---|---|---|
| TWINT mit Bankkonto | keine | keine | aufs verknüpfte Bankkonto, je nach Casino |
| TWINT mit Kreditkarte | keine | Glücksspielgebühr der Karte | aufs Bankkonto, nicht auf die Karte |
| Kreditkarte direkt | keine | meist 3,5–4 % beim Herausgeber | nicht möglich |
| PostFinance Pay mit Konto | keine | allenfalls Kontoführung | aufs PostFinance-Konto, 2–5 Werktage |
| Banküberweisung | keine | allenfalls Express-Spesen | Standardweg, 2–5 Werktage |
Einzahlungsweg ist nicht der Auszahlungsweg
Die verbreitete Annahme lautet, dass die bequemste Einzahlungsmethode auch das Geld am schnellsten zurückbringt. In Schweizer Online-Casinos stimmt das fast nie.
TWINT ist bei vielen Anbietern ein reiner Einzahlungsweg. Swiss4Win schreibt etwa, TWINT stehe momentan nur für Einzahlungen zur Verfügung, und verweist für Auszahlungen auf Banküberweisung oder ein eigenes Sofortauszahlungssystem. Wo eine Auszahlung «auf TWINT» angeboten wird, landet das Geld auf dem mit TWINT verknüpften Bankkonto, das auf denselben Namen lauten muss wie das Spielerkonto.
Die Kreditkarte nimmt gar keine Gutschrift an. Wer mit Karte einzahlt, gibt für die Auszahlung das Bankkonto an, und zwar ein Schweizer Konto im eigenen Namen.
Das hat eine Kostenfolge, die oft übersehen wird. Die sofortige Einzahlung per Kreditkarte hat womöglich 4 % gekostet, während die Auszahlung per Überweisung gratis ist, aber mehrere Werktage braucht. Die Rechnung ist also asymmetrisch: Geschwindigkeit kostet auf dem Hinweg Geld, auf dem Rückweg kostet sie Zeit.
Ein Ablauf ohne Kosten sieht deshalb so aus: Sie zahlen per TWINT mit hinterlegtem Bankkonto oder per PostFinance Pay mit Kontobelastung ein, hinterlegen im Spielerkonto dieselbe Bankverbindung für Auszahlungen und beantragen die Auszahlung erst, wenn der Betrag über einer allfälligen Gebührenschwelle liegt. So fällt auf keiner der beiden Strecken ein Franken an, der nicht im Spiel war.
Wer die Auszahlung von Anfang an mitplant, wählt die Einzahlung nach dem Rückweg, nicht nach der Bequemlichkeit.
Franken, Wechselkurs und Steuern als Kostenfaktor
Zwei Kosten tauchen in keiner Kasse auf, weil sie erst nach dem Spiel entstehen oder auf dem Kontoauszug der Bank. Beide hängen direkt an der Frage, wo das Casino bewilligt ist.
Wechselkurs
Schweizer Online-Casinos führen das Spielerkonto in Franken, Einzahlungen und Auszahlungen laufen ohne Umrechnung. Bei Anbietern, die ein Konto in Euro führen, rechnet die Bank jede Zahlung um und schlägt auf den Kurs eine Marge auf, die nirgends als Gebühr ausgewiesen ist. Bei Kartenzahlungen ins Ausland kommt die Gebühr für Auslandzahlungen dazu. Dieser Aufschlag fällt zweimal an, einmal auf dem Hinweg und einmal, wenn der Gewinn wieder in Franken landet.
Steuern
Laut Eidgenössischer Steuerverwaltung sind Gewinne in Schweizer Casinos steuerfrei. Für die Online-Teilnahme an Spielbankenspielen gilt ein Freibetrag pro Gewinn, der bei rund einer Million Franken liegt und an die Teuerung angepasst wird; darüber zieht der Veranstalter die Verrechnungssteuer von 35 % ab.
Die Befreiung knüpft an Spiele eines Schweizer Konzessionärs. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist der Gewinn grundsätzlich steuerbares Einkommen, und zwar ab dem ersten Franken.
Gegenüber dieser Differenz sind Kartengebühren eine Randnotiz.
Bonusbedingungen als indirekte Kosten
Ein Bonus verursacht keine Gebühr im engeren Sinn, kann aber Geld binden oder kosten. Entscheidend sind die Umsatzbedingungen, also wie oft ein Betrag eingesetzt werden muss, bevor er auszahlbar wird.
Bei manchen Angeboten ist das eigene Guthaben mit dem Bonus verknüpft, solange die Bedingungen nicht erfüllt sind. Wer in dieser Phase auszahlen will, muss den Bonus aufgeben, und je nach Regel verfallen dabei auch Gewinne, die mit dem eingezahlten Geld erzielt wurden. Das ist kein Abzug auf der Abrechnung, wirkt aber wie einer.
Bei Free Spins verschiebt sich die Frage nur. Gewinne aus Freispielen werden meist als Bonusguthaben gutgeschrieben und unterliegen eigenen Umsatzbedingungen, oft mit einer Frist. Läuft die Frist ab, verfällt das Guthaben, und die Einzahlung, die den Bonus ausgelöst hat, war im Ergebnis teurer als geplant.
Ich achte bei Bonusbedingungen deshalb zuerst auf zwei Stellen: ob bestimmte Zahlungswege vom Bonus ausgeschlossen sind und ob ein Abbruch die eigene Einzahlung berührt.
Ein gebührenfreies Casino mit einem Bonus, der die Auszahlung über Wochen blockiert, ist im Ergebnis nicht günstiger als eines mit einer Pauschale von CHF 5.
Verantwortungsvoll spielen und Ausgaben im Blick behalten
Gebührenfreie Zahlungen machen das Einzahlen leichter, und genau darin liegt ein Risiko: Eine Zahlung per TWINT dauert Sekunden und fühlt sich kleiner an als eine Überweisung. Legen Sie deshalb vor dem Spiel einen Betrag fest, den Sie verlieren können, ohne dass er im Monatsbudget fehlt. Schweizer Online-Casinos bieten im Konto Einzahlungs- und Verlustlimits an, die Sie selbst festlegen und jederzeit senken können. Wer merkt, dass er Verluste zurückholen will oder häufiger einzahlt als geplant, kann eine Spielpause einlegen oder eine Spielsperre beantragen, die für alle Schweizer Spielbanken gilt. Geldspiele sind ab 18 Jahren erlaubt. Hilfe und Beratung finden Sie bei den Stellen in der Tabelle unten.
Was vom Kosten-Check bleibt
Die eine Zahl, die Sie mitnehmen können, ist die Schwelle: Wer Auszahlungen unter CHF 100 vermeidet und mit Bankkonto statt Kreditkarte einzahlt, umgeht bei den bewilligten Anbietern praktisch jede Gebühr. Ändern würde sich die Reihenfolge, sobald ein Anbieter eine Auszahlungspauschale einführt oder streicht. Nicht behandelt werden hier Krypto-Zahlungen, weil Schweizer Konzessionäre sie nicht als Auszahlungsweg führen. Die Gebührenangaben dieser Seite wurden am 20. August 2026 zuletzt mit den Helpcenter-Artikeln der Anbieter abgeglichen.
Häufige Fragen zu Casinos ohne Gebühren
Sind Schweizer Online-Casinos wirklich gebührenfrei?
Beim Casino selbst meist ja: Einzahlungen kosten in der Regel nichts, und viele Anbieter zahlen ohne Pauschale aus. Kosten entstehen trotzdem, wenn Sie mit Kreditkarte einzahlen, kleine Beträge auszahlen lassen oder bei einem Anbieter mit Euro-Konto spielen. Gebührenfrei ist am Ende die Kombination aus Casino und Zahlungsweg.
Warum kostet meine Einzahlung mit Kreditkarte extra?
Casino-Zahlungen laufen unter einem eigenen Händlercode für Glücksspiel. Die meisten Schweizer Kartenherausgeber verrechnen darauf eine Gebühr, die in der Regel dem Bargeldbezug entspricht, meist 3,5 bis 4 %, teils mit Minimum pro Transaktion. Das Casino erhält diese Gebühr nicht; sie steht auf Ihrer Kartenabrechnung.
Fallen bei TWINT Gebühren an?
Nicht, wenn in der TWINT-App ein Bankkonto hinterlegt ist. TWINT selbst erhebt keine Gebühren auf Casino-Einzahlungen. Ist stattdessen eine Kreditkarte als Zahlungsquelle eingetragen, belastet TWINT die Karte, und der Herausgeber verrechnet seine übliche Glücksspielgebühr, obwohl die Zahlung über TWINT lief.
Kann ich auf TWINT oder die Kreditkarte auszahlen lassen?
Auf die Kreditkarte nicht. Schweizer Casinos zahlen auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto aus, das auf Ihren Namen lautet. Bei manchen Anbietern heisst diese Variante «Auszahlung auf TWINT», gemeint ist dann das mit TWINT verknüpfte Bankkonto. Andere bieten TWINT ausschliesslich für Einzahlungen an.
Kostet eine kleine Auszahlung etwas?
Bei einzelnen Anbietern ja. Swiss Casinos erhebt für Auszahlungen bis CHF 100 eine Bearbeitungsgebühr von CHF 5, darüber ist die Auszahlung gratis. Andere Anbieter wie jackpots.ch verlangen unabhängig vom Betrag nichts. Den Schwellenwert finden Sie im Helpcenter-Artikel zur Auszahlung, selten in der Kasse selbst.
Wie lange dauert eine gebührenfreie Auszahlung?
Per Banküberweisung nennen Schweizer Anbieter Fristen von zwei bis fünf Werktagen, jackpots.ch etwa drei bis vier Arbeitstage bis zur Freigabe. Die Frist gilt für ein vollständig verifiziertes Konto. Schnellere Instant-Auszahlungen gibt es bei einzelnen Anbietern, teils erst ab einem Mindestbetrag wie CHF 100.
Muss ich Casinogewinne versteuern?
Gewinne bei Schweizer Konzessionären sind laut Steuerverwaltung steuerfrei, online bis zu einem Freibetrag von rund einer Million Franken pro Gewinn. Darüber zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab. Bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung ist der Gewinn grundsätzlich ab dem ersten Franken steuerbares Einkommen.
Spart ein Casino mit Auslandlizenz Gebühren?
Selten. Solche Seiten bieten zwar zusätzliche Zahlungswege, doch Kartenzahlungen ins Ausland lösen eine Auslandgebühr aus, Euro-Konten kosten Wechselkursaufschlag, und Gewinne sind steuerbar. Hinzu kommt, dass diese Angebote in der Schweiz gesperrt werden. Strafbar macht man sich als Spieler laut ESBK nicht.
























Vergleichen Sie zuerst, ab welchem Betrag eine Auszahlung gratis ist. Diese Schwelle trennt die Karten stärker als jeder Bonus.