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So bewerten wir Live-Casino-Boni
Die Reihenfolge entsteht aus sechs gewichteten Kriterien, die wir aus veröffentlichten AGB, Bonusbedingungen und schriftlichen Antworten des Kundendienstes ableiten. Was sie nicht verschiebt, ist die beworbene Bonushöhe: CHF 1’000 mit 10 % Live-Anrechnung landen hinter CHF 100, die am Tisch voll zählen.
Live-Bonusbedingungen und Anrechnung am Tisch
Zählen Live-Einsätze zu 100 % und liegt der Umsatz bei höchstens 25-mal dem Bonus, steigt eine Platzierung. Eine Anrechnung von 10 % oder weniger, ein Umsatzfaktor auf Bonus plus Einzahlung oder der vollständige Ausschluss von Live-Roulette und Live-Blackjack senkt sie deutlich. Ebenso zählt für uns, ob Höchsteinsatz und verbotene Wettmuster in den Bedingungen konkret und in Franken beziffert sind.
Auszahlung und Zahlungswege in Franken
Eine Auszahlung in CHF, die laut AGB innerhalb von 24 Stunden bearbeitet wird, hebt die Wertung unter diesem Kriterium. Bearbeitungsfristen über 72 Stunden, Gebühren auf Auszahlungen oder eine erzwungene Umrechnung in Euro senken sie spürbar.
Live-Tische, Studios und Einsatzlimits
Positiv wirkt eine Auswahl an Live-Roulette, Live-Blackjack und Baccarat mit Mindesteinsätzen ab CHF 1, damit der erlaubte Bonuseinsatz überhaupt zu den Tischen passt. Liegt das Tischminimum über dem Höchsteinsatz des Bonus, ist der Bonus dort faktisch unspielbar, und das senkt die Platzierung.
Mobile Nutzung und Stream-Qualität
Lassen sich Live-Tische im mobilen Browser oder in einer App mit anpassbarer Streamqualität öffnen, hebt das die Wertung. Fehlen mobile Tische oder zeigt das Konto den offenen Bonusumsatz mobil nicht an, senkt es sie.
Konzession und Transparenz der AGB
Eine Schweizer Spielbankenkonzession mit Erweiterung für das Online-Angebot, aufgeführt bei der ESBK, ist Voraussetzung für eine hohe Platzierung. Darüber hinaus zählt, ob die Bonusbedingungen auf Deutsch vollständig vorliegen und mit der Fassung in anderen Sprachen übereinstimmen. Vage Formulierungen wie «nach Ermessen des Casinos» beim Bonusentzug senken die Wertung, weil sie jede Rechnung im Voraus entwerten.
Kundendienst und Auskunft zu Bonusklauseln
Wir stellen dem Support schriftlich Fragen zur Live-Anrechnung und zum Höchsteinsatz und vergleichen die Antwort mit dem Wortlaut der AGB. Eine klare, zitierbare Auskunft, die mit den Bedingungen übereinstimmt, hebt die Platzierung; ausweichende Antworten oder Widersprüche zu den eigenen Bedingungen senken sie.
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Willkommenspaket für NeukundenWas hinter einem Live-Casino-Bonus steckt
Unter «Live Casino Bonus» verstehen Casinos ziemlich verschiedene Angebote, und die Werbung trennt sie selten sauber.
Die häufigste Form ist der gewöhnliche Willkommensbonus, der auch an Live-Tischen eingesetzt werden darf, dort aber nur zu einem Bruchteil zum Umsatz zählt. Seltener ist ein eigener Live-Bonus, dessen Bedingungen ausdrücklich für Roulette, Blackjack oder Baccarat mit Croupier geschrieben sind. Dazu kommen Cashback auf Verluste an Live-Tischen sowie befristete Aktionen wie Verlosungen oder Ranglisten an bestimmten Tischen.
Für Sie ist diese Unterscheidung keine Formsache. Ein Willkommensbonus über CHF 300 kann am Tisch weniger wert sein als ein Live-Bonus über CHF 50, weil die Anrechnung den nötigen Einsatz vervielfacht. Wer den Begriff in der Werbung sieht, weiss also noch nichts; die eigentliche Information steht in den Bonusbedingungen, meist unter einer Überschrift wie «Spielbeiträge» oder «Gewichtung der Spiele».
Warum ist das am Live-Tisch so viel heikler als an Slots? Weil Tischspiele einen tiefen Hausvorteil haben und Casinos genau diesen Vorteil über die Anrechnung ausgleichen. Ein Blackjack-Tisch mit rund 0,5 % Hausvorteil bei korrekter Grundstrategie würde einen Bonus sonst beinahe verlustfrei umsetzen lassen. Die tiefe Anrechnung ist deshalb keine Schikane, sondern die Rechnung des Casinos, und Sie dürfen sie genauso nüchtern nachrechnen.
Warum Live-Einsätze beim Umsatz so wenig zählen
Die Anrechnung, in den AGB oft «Spielbeitrag» genannt, legt fest, welcher Anteil Ihres Einsatzes vom offenen Umsatz abgezogen wird. Slots zählen in den meisten Bonusbedingungen zu 100 %, Live-Spiele häufig nur zu 10 %. Setzen Sie am Roulette-Tisch CHF 1, verringert sich der offene Umsatz bei dieser Quote um 10 Rappen.
Daraus folgt eine Faustregel, die Sie bei jedem Angebot in einer Minute anwenden können.
Teilen Sie den verlangten Umsatz durch die Anrechnungsquote, dann erhalten Sie den Betrag, den Sie am Tisch tatsächlich einsetzen müssen. Bei 30-fachem Umsatz auf einen Bonus von CHF 100 und 10 % Anrechnung sind das CHF 3’000 geteilt durch 0,1, also CHF 30’000 an Live-Einsätzen. Bei 20 % Anrechnung halbiert sich der Betrag auf CHF 15’000, bei 100 % bleibt es bei CHF 3’000.
Ausgeschlossen ist nicht dasselbe wie gering gewichtet
Manche Bedingungen führen Live-Spiele mit 0 %. Das ist strenger, als es klingt, denn Einsätze am Tisch verringern den Umsatz dann überhaupt nicht. Je nach AGB bleibt das Spiel mit Bonusguthaben trotzdem erlaubt, oder es ist während eines aktiven Bonus ausdrücklich untersagt und gilt als Regelverstoss, der Bonus und Bonusgewinne verfallen lässt. Der Unterschied steht meist in einem Halbsatz, und genau dieser Halbsatz entscheidet, ob ein Abend am Tisch bloss nichts zum Umsatz beiträgt oder Sie die bisherigen Gewinne kostet.
Ein Willkommensbonus am Roulette-Tisch durchgerechnet
Nehmen wir ein Angebot, wie es in Schweizer Bonusbedingungen regelmässig vorkommt: 100 % auf die erste Einzahlung bis CHF 200, Umsatz 35-mal der Bonus, Live-Spiele zählen zu 10 %. Sie zahlen CHF 200 ein und erhalten CHF 200 Bonus.
Der Umsatz beträgt 35 × CHF 200, also CHF 7’000. Bei 10 % Anrechnung müssen Sie am Live-Tisch CHF 70’000 einsetzen. Mit CHF 5 pro Runde sind das 14’000 Runden Roulette.
Jetzt kommt der Hausvorteil dazu. Europäisches Roulette mit einer Null hat einen Hausvorteil von 2,7 %. Auf CHF 70’000 Einsatz ergibt das einen erwarteten Verlust von CHF 1’890, dem CHF 200 Bonus gegenüberstehen.
Rechnerisch kostet Sie dieser Bonus am Roulette-Tisch im Mittel also fast das Zehnfache dessen, was er Ihnen gutschreibt.
Am Blackjack-Tisch sieht es mit rund 0,5 % Hausvorteil bei Grundstrategie milder aus: CHF 70’000 mal 0,005 ergeben CHF 350 erwarteten Verlust, was immer noch über dem Bonus liegt. Hinzu kommt, dass viele Bedingungen Blackjack noch tiefer gewichten als Roulette oder ganz ausschliessen, gerade weil der Hausvorteil dort so tief ist. Der Erwartungswert ist ein Durchschnitt über sehr viele Runden. Einzelne Abende verlaufen besser oder deutlich schlechter, und die Schwankung über 14’000 Runden ist alles andere als klein.
Bezieht sich der Faktor auf Bonus plus Einzahlung, verdoppelt sich in diesem Beispiel alles: CHF 14’000 Umsatz und CHF 140’000 Einsatz am Tisch. Derselbe Bonus mit 100 % Anrechnung auf Live-Spiele verlangt dagegen nur CHF 7’000 Einsatz, und der erwartete Verlust am Roulette-Tisch sinkt auf CHF 189, knapp unter den Bonus.
Höchsteinsatz, Fristen und verbotene Wettmuster
Selbst eine faire Anrechnung nützt wenig, wenn die übrigen Bedingungen den Tisch unpraktisch machen. Am häufigsten betrifft das den Höchsteinsatz, die Frist, gesperrte Wettmuster und eine Obergrenze für Gewinne aus dem Bonus.
Höchsteinsatz pro Runde
Typisch ist eine Klausel, die sinngemäss lautet: Solange ein Bonus aktiv ist, darf der Einsatz pro Runde CHF 5 nicht übersteigen. An einem Live-Roulette-Tisch klingt das grosszügig, doch der Betrag gilt in der Regel pro Runde und nicht pro Einzelwette. Wer auf zwölf Zahlen je CHF 0.50 setzt, liegt mit CHF 6 bereits darüber, und ein einziger solcher Spin kann laut AGB den gesamten Bonus samt Gewinnen kosten.
Frist für den Umsatz
Bei CHF 70’000 Live-Einsatz und 30 Tagen Frist wären das über CHF 2’300 pro Tag. Kurze Fristen von sieben Tagen machen einen Live-Bonus mit geringer Anrechnung praktisch unerfüllbar, egal wie diszipliniert Sie spielen.
Wettmuster und Gewinnobergrenzen
Viele Bedingungen untersagen beim Roulette, gleichzeitig auf Rot und Schwarz oder auf einen grossen Teil der Zahlen zu setzen; manche nennen dafür eine Schwelle wie 70 % des Tableaus. Beim Baccarat sind Einsätze auf Banker und Spieler in derselben Runde ebenso häufig ausgeschlossen. Eine Gewinnobergrenze, etwa das Fünffache des Bonus, begrenzt zusätzlich, was aus Bonusgeld überhaupt auszahlbar ist: Bei CHF 100 Bonus wären das höchstens CHF 500, auch wenn der Tisch einmal deutlich mehr hergegeben hat.
Eine Zahl, die im Kleingedruckten fehlt, ist übrigens ebenfalls eine Information über das Casino.
Einen Live-Bonus vor der Einzahlung prüfen
Für die folgenden fünf Schritte brauchen Sie nur die Bonusbedingungen und einen Taschenrechner. Sie führen von der Anrechnungsquote zu dem Betrag, den Sie am Tisch tatsächlich einsetzen müssten, und zu der Frage, ob sich das lohnt.
- Schritt 1
Anrechnung der Live-Spiele in den Bedingungen suchen
Suchen Sie in den Bonusbedingungen die Tabelle der Spielbeiträge. Notieren Sie die Quote für Live-Roulette, Live-Blackjack und Baccarat getrennt, denn die Werte unterscheiden sich oft, und prüfen Sie, ob Live-Spiele ganz ausgeschlossen sind. - Schritt 2
Bezug des Umsatzfaktors eindeutig klären
Klären Sie, ob sich der Faktor auf den Bonus oder auf Bonus plus Einzahlung bezieht. Bei 100 % bis CHF 200 und 35-fachem Umsatz macht das den Unterschied zwischen CHF 7'000 und CHF 14'000. - Schritt 3
Tatsächlichen Live-Einsatz mit der Quote berechnen
Teilen Sie den Umsatz durch die Anrechnungsquote: CHF 7'000 bei 10 % ergeben CHF 70'000 Einsatz am Tisch. Teilen Sie diesen Betrag durch die Frist in Tagen, dann sehen Sie, wie viel Sie täglich setzen müssten. - Schritt 4
Erwarteten Verlust dem Bonusbetrag gegenüberstellen
Multiplizieren Sie den Live-Einsatz mit dem Hausvorteil des Spiels, bei europäischem Roulette 2,7 %. Liegt das Ergebnis über dem Bonusbetrag, kostet Sie der Bonus im Mittel mehr, als er Ihnen bringt. - Schritt 5
Höchsteinsatz mit dem Tischminimum abgleichen
Vergleichen Sie den erlaubten Höchsteinsatz mit den Mindesteinsätzen der Tische, die Sie spielen möchten. Liegt das Tischminimum darüber oder knapp darunter, bleibt kaum Spielraum, und schon eine Zusatzwette kann den Bonus kosten.
Cashback und Aktionen an Live-Tischen
Für viele Live-Spielerinnen und -Spieler ist Cashback die ehrlichere Form des Bonus. Das Casino erstattet einen Anteil der Nettoverluste eines Zeitraums, meist einer Woche, und dieser Betrag ist oft mit geringem oder ganz ohne Umsatz versehen.
Ein Beispiel: 10 % Cashback auf Live-Verluste, wöchentlich, Umsatz einmal der Cashback-Betrag. Sie setzen in einer Woche CHF 1’500 und verlieren netto CHF 300. Das Casino schreibt Ihnen CHF 30 gut, die Sie einmal umsetzen müssen, an einem Tisch mit 10 % Anrechnung allerdings mit CHF 300 Einsatz. Gewinnen Sie in dieser Woche, gibt es schlicht nichts.
Cashback zahlt nach dem Verlust und nicht davor, deshalb verändert es weder den Hausvorteil noch Ihre Entscheidungen am Tisch.
Achten Sie auf die Berechnungsbasis. «Nettoverlust» kann Einzahlungen minus Auszahlungen bedeuten oder Einsätze minus Gewinne an bestimmten Tischen, und Verluste aus Bonusgeld zählen häufig nicht mit. Manche Aktionen verlangen ausserdem eine Mindestzahl an Spieltagen oder einen Mindesteinsatz pro Tag, bevor überhaupt etwas gutgeschrieben wird; dann wird aus dem Rabatt ein Anreiz, öfter zu spielen, als Sie es sonst täten.
Ranglisten und Verlosungen an Live-Tischen, oft von den Studio-Anbietern selbst organisiert, funktionieren anders: Sie verteilen einen festen Preispool auf wenige Gewinnende. Für die einzelne Spielerin ist der Erwartungswert gering, und wer Punkte über die Einsatzhöhe sammelt, sammelt sie mit Verlusten.
Hausvorteil und Anrechnung nach Live-Spiel
Die Tabelle stellt den Hausvorteil verbreiteter Live-Spiele den Anrechnungsquoten gegenüber, die in Bonusbedingungen häufig vorkommen. Der Hausvorteil folgt aus den Standardregeln des jeweiligen Spiels, die Quoten sind Spannweiten aus AGB, von denen einzelne Casinos der Liste abweichen können.
| Live-Spiel | Hausvorteil | Häufige Anrechnung |
|---|---|---|
| Roulette (eine Null) | 2,7 % | 0–20 % |
| Blackjack (Grundstrategie) | rund 0,5 % | 0–10 % |
| Baccarat (Banker-Wette) | rund 1,06 % | 0–10 % |
| Casino Hold'em | rund 2,2 % | 0–10 % |
| Game Shows | je nach Feld rund 3–10 % | 0–20 % |
Schweizer Konzession oder Lizenz aus dem Ausland
In der Schweiz dürfen nur Spielbanken mit Konzession und einer Erweiterung für das Online-Angebot Casinospiele im Internet anbieten, Live-Roulette und Live-Blackjack eingeschlossen. Grundlage ist das Geldspielgesetz (BGS), die Aufsicht liegt bei der Eidgenössischen Spielbankenkommission ESBK.
Angebote aus dem Ausland ohne Bewilligung setzt die ESBK auf eine Sperrliste, deren Domains Schweizer Internetanbieter blockieren müssen. Wer dort trotzdem spielt, macht sich nicht strafbar, spielt aber auf eigene Gefahr: Laut ESBK greifen dann keine Sozialschutzmassnahmen, und die Auszahlung eines Gewinns ist nicht garantiert.
Für den Bonus hat das ganz handfeste Folgen.
Gewinne aus konzessionierten Schweizer Online-Casinos sind bis zu einem Freibetrag von rund einer Million Franken steuerfrei, den die Steuerverwaltung periodisch anpasst; Gewinne von ausländischen Plattformen gelten dagegen als steuerbares Einkommen. Ein Bonus über CHF 500 bei einem gesperrten Anbieter ist also schon vor dem ersten Umsatzfranken weniger wert, als er aussieht. Bei Schweizer Konzessionärinnen liegen die Bedingungen ausserdem auf Deutsch vor, und eine Spielsperre wirkt bei allen zugelassenen Anbietern im Land. Bei einer Lizenz aus Malta oder Curaçao richtet sich ein Streit über einen entzogenen Bonus nach den Regeln des Lizenzlandes, und die ESBK ist dafür nicht zuständig.
Live-Bonus oder allgemeiner Willkommensbonus?
Steht beides zur Wahl, entscheidet nicht die Höhe, sondern der Ort, an dem Sie spielen wollen. Die folgende Gegenüberstellung nimmt dieselbe Einzahlung von CHF 100 an. Links steht ein Live-Bonus mit 50 % bis CHF 50, Umsatz 20-mal der Bonus, Live zu 100 %. Rechts steht ein Willkommensbonus mit 100 % bis CHF 100, Umsatz 35-mal der Bonus, Live zu 10 %.
Links ergibt das CHF 1’000 Live-Einsatz, rechts CHF 35’000. Am Roulette-Tisch entspricht das einem erwarteten Verlust von CHF 27 gegenüber CHF 945.
Der grössere Bonus wirkt nur dann besser, wenn Sie den Umsatz an Slots erfüllen und erst danach an den Tisch wechseln. Doch auch dort kosten CHF 3’500 Umsatz bei 96 % RTP im Mittel CHF 140, also mehr als die CHF 100 Bonus.
Live-Bonus (Live zu 100 %) | Willkommensbonus (Live zu 10 %) |
|---|---|
| CHF 50 Bonus | CHF 100 Bonus |
| CHF 1'000 Live-Einsatz für den Umsatz | CHF 35'000 Live-Einsatz für den Umsatz |
| Erwarteter Verlust am Roulette: CHF 27 | Erwarteter Verlust am Roulette: CHF 945 |
| Nur an Live-Tischen nutzbar | Auch an Slots einsetzbar |
Wann Sie auf den Bonus besser verzichten
Ein Bonus ist ein Vertrag, und manchmal ist der bessere Vertrag gar keiner.
Wer am Live-Tisch mit einem festen Budget von CHF 100 einen Abend spielen will, braucht keine CHF 35’000 Umsatz im Nacken. Ohne Bonus gehört jeder Gewinn sofort Ihnen, der Einsatz richtet sich nur nach den Tischlimits, und eine Auszahlung lässt sich jederzeit beantragen.
Mit aktivem Bonus ist das anders. In vielen Bedingungen wird zuerst das echte Guthaben verspielt und danach das Bonusguthaben, und eine Auszahlung vor Ende des Umsatzes lässt Bonus und Bonusgewinne verfallen. Wer CHF 100 einzahlt, CHF 100 Bonus erhält und mit dem echten Geld am Blackjack-Tisch auf CHF 250 kommt, kann je nach AGB nicht einfach CHF 250 abheben, ohne auf den Bonus zu verzichten. Manchmal sind sogar die CHF 150 Gewinn gebunden, bis der Umsatz erfüllt ist. Deshalb reihen wir Casinos nicht nach Bonushöhe: Die Zahl in der Werbung sagt am wenigsten darüber, was am Ende auszahlbar ist.
Viele Casinos lassen Sie einen Bonus bei der Einzahlung abwählen oder später im Konto stornieren. Prüfen Sie vorher, ob ein Storno auch die bereits erzielten Gewinne aus dem Bonus streicht.
Verantwortungsvoll spielen am Live-Tisch
Live-Tische laufen in einem festen Rhythmus, die nächste Runde beginnt, ob Sie bereit sind oder nicht. Ein Bonus mit hohem Umsatz verstärkt diesen Sog, weil er Sie zu weiteren Einsätzen drängt, um das Bonusguthaben nicht zu verlieren. Legen Sie Ihr Budget deshalb vor der Einzahlung fest und setzen Sie Einzahlungs- und Verlustlimits im Spielerkonto, wie sie Schweizer Konzessionärinnen anbieten. Betrachten Sie einen Bonus nie als Weg, Verluste zurückzuholen. Wer den Eindruck hat, die Kontrolle zu verlieren, kann eine Spielsperre beantragen; eine von einem Schweizer Casino ausgesprochene Sperre gilt für alle zugelassenen Angebote in der Schweiz und in Liechtenstein. Geldspiel ist erst ab 18 Jahren erlaubt.
Was vom Live-Bonus am Ende übrig bleibt
Wenn Sie von dieser Seite eine einzige Zahl behalten, dann die Anrechnungsquote: Sie teilt den Umsatz und vervielfacht damit, was Sie am Tisch einsetzen müssen. Die Rangliste haben wir zuletzt am 23. July 2026 mit den damals gültigen Bonusbedingungen abgeglichen. Ändert ein Casino seine Live-Anrechnung, seinen Höchsteinsatz oder den Bezug des Umsatzfaktors, verschiebt sich seine Platzierung, auch wenn die beworbene Bonushöhe gleich bleibt. Massgebend ist für Sie immer die Fassung der Bedingungen am Tag Ihrer Einzahlung, nicht die auf dieser Seite.
Häufige Fragen zum Live Casino Bonus
Gilt ein normaler Willkommensbonus auch im Live Casino?
Meistens ja, aber mit geringer Wirkung. Viele Willkommensboni dürfen an Live-Tischen eingesetzt werden, die Einsätze zählen dort jedoch oft nur zu 10 % oder gar nicht zum Umsatz. Ob das Spiel erlaubt ist und wie es gewichtet wird, steht in den Bonusbedingungen unter den Spielbeiträgen, nicht in der Werbung.
Was bedeutet eine Anrechnung von 10 % für Live-Spiele?
Von jedem Franken, den Sie am Live-Tisch setzen, werden 10 Rappen vom offenen Umsatz abgezogen. Ein Umsatz von CHF 3’000 verlangt bei dieser Quote CHF 30’000 Einsatz am Tisch. Teilen Sie also immer den Umsatz durch die Quote, bevor Sie einen Bonus annehmen.
Bezieht sich der Umsatz auf den Bonus oder auf Bonus plus Einzahlung?
Das hängt vom Casino ab und steht im Wortlaut der Bedingung. Bei CHF 100 Einzahlung, CHF 100 Bonus und 35-fachem Umsatz sind es auf den Bonus CHF 3’500, auf Bonus plus Einzahlung CHF 7’000. Mit 10 % Live-Anrechnung wird daraus CHF 35’000 oder CHF 70’000 Einsatz am Tisch.
Welches Live-Spiel eignet sich am ehesten für den Bonusumsatz?
Rein rechnerisch das Spiel mit dem tiefsten Hausvorteil, das noch angerechnet wird. Blackjack mit Grundstrategie liegt bei rund 0,5 %, ist aber häufig ausgeschlossen oder tief gewichtet. Europäisches Roulette mit 2,7 % wird öfter zugelassen. Entscheidend ist das Produkt aus Einsatz und Hausvorteil, verglichen mit dem Bonusbetrag.
Was passiert, wenn ich den Höchsteinsatz überschreite?
In den meisten Bonusbedingungen darf das Casino dann den Bonus und alle damit erzielten Gewinne streichen. Der Höchsteinsatz gilt in der Regel pro Runde, nicht pro Einzelwette. Am Roulette-Tisch summieren sich mehrere kleine Einsätze schnell über eine Grenze wie CHF 5.
Ist Live-Cashback besser als ein Einzahlungsbonus?
Für reine Live-Spielerinnen und -Spieler oft ja, weil Cashback meist mit geringem oder ohne Umsatz gutgeschrieben wird. Bei 10 % auf einen Wochenverlust von CHF 300 erhalten Sie CHF 30. Prüfen Sie, wie der Nettoverlust berechnet wird und ob Mindesteinsätze oder Spieltage verlangt werden.
Sind Gewinne aus einem Live Casino Bonus in der Schweiz steuerfrei?
Bei einem Casino mit Schweizer Konzession und Online-Erweiterung sind Gewinne bis zu einem Freibetrag von rund einer Million Franken steuerfrei. Gewinne von ausländischen Anbietern ohne Bewilligung gelten als steuerbares Einkommen, und ihre Auszahlung ist laut ESBK nicht garantiert.
Kann ich einen Live-Bonus ablehnen oder stornieren?
Bei vielen Casinos lässt sich ein Bonus bei der Einzahlung abwählen oder später im Spielerkonto stornieren. Ein Storno streicht in der Regel das Bonusguthaben und die daraus entstandenen Gewinne. Echtes Guthaben bleibt erhalten, sofern es nicht bereits mit dem Bonus verrechnet wurde.
































Vergleichen Sie zuerst die Live-Anrechnung, erst danach die Bonushöhe: CHF 100 mit 10 % Beitrag verlangen bei gleichem Faktor mehr Einsatz als bei vollständiger Anrechnung.