Double Down (Verdoppeln) im Blackjack
Double Down, auf Deutsch Verdoppeln, heisst beim Blackjack: Man verdoppelt nach den ersten zwei Karten den Einsatz und erhält dafür genau eine weitere Karte, danach ist die Hand beendet. Der zusätzliche Einsatz entspricht dem ursprünglichen und wird neben diesen gesetzt.
Wann verdoppelt werden darf, legt jeder Tisch selbst fest, im Spielcasino ebenso wie im live casino online.

So wird beim Verdoppeln abgerechnet
Sie setzen CHF 10, halten eine 11 und erhöhen durch das Verdoppeln auf CHF 20. Gewinnt die Hand, zahlt der Tisch 1:1 und Sie erhalten CHF 20 Gewinn, verliert sie, sind die vollen CHF 20 weg.
Eine 21 aus drei Karten gilt dabei nicht als Blackjack und wird nie mit 3:2 ausbezahlt.
Wo die Tischregeln auseinandergehen
Manche Tische erlauben das Verdoppeln auf beliebige zwei Karten, andere nur auf 9, 10 und 11 oder sogar nur auf 10 und 11. Auch das Verdoppeln nach einem Split ist eine Hausregel. Jede solche Einschränkung erhöht den Hausvorteil, gängige Regeltabellen nennen dafür rund 0,09 Prozentpunkte bei 9 bis 11 und 0,18 bei 10 bis 11. Am europäischen Tisch ohne Hole Card ist der verdoppelte Einsatz meist ganz verloren, wenn der Dealer nachträglich Blackjack aufdeckt.
Double Down oder Martingale-Verdoppeln
Mit «Verdoppeln» ist im Deutschen oft auch die Martingale gemeint, bei der man nach jedem Verlust den Einsatz verdoppelt. Ausser dem Wort haben die beiden wenig gemeinsam.
Double Down | Martingale |
|---|---|
| Entscheidung innerhalb einer einzelnen Hand | Einsatzplan über viele Runden |
| Zusatzeinsatz einmalig, gleich hoch wie der Grundeinsatz | Einsatz wächst nach Verlusten exponentiell |
| Nur beim Blackjack, gemäss Tischregeln | An jedem Tisch mit Gleichgeldwetten |
| Kann nach Basisstrategie den Hausvorteil senken | Ändert den Hausvorteil nicht |
| Risiko auf eine Hand begrenzt | Scheitert an Tischlimit oder Budget |
| Gewinn 1:1 auf den doppelten Einsatz | Pro Serie nur ein Grundeinsatz Gewinn |
Wo Spieler dem Verdoppeln begegnen
Online erscheint die Option als Schaltfläche «Double» oder «Verdoppeln», sobald die ersten zwei Karten liegen. Ist sie ausgegraut, lässt die Tischregel das Verdoppeln für diese Hand nicht zu.
Ob sich das Verdoppeln lohnt, entscheidet die Basisstrategie und nicht das Bauchgefühl. Sie empfiehlt es vor allem bei 10 oder 11 gegen eine schwache Dealerkarte, an Tischen ohne Hole Card jedoch kaum gegen eine Zehn oder ein Ass. Tipps für einzelne Hände oder Runden geben wir bewusst keine, denn auch korrekt verdoppelt bleibt der Hausvorteil über viele Hände bestehen.
Was ich zuerst prüfe, sind die Tischregeln im Info-Fenster des Spiels.
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