Plinko im Online-Casino
Plinko ist ein Zufallsspiel, bei dem eine Kugel durch ein Brett mit versetzt angeordneten Stiften fällt und in einem Fach landet, dessen Multiplikator den Gewinn aus dem Einsatz bestimmt. Vor dem Fall werden der Einsatz, die Zahl der Stiftreihen und eine Risikostufe festgelegt. Danach gibt es nichts mehr zu entscheiden. Das Prinzip stammt aus der US-Fernsehshow «The Price Is Right», die Plinko 1983 als Preisspiel einführte. Online führen es heute mehrere Studios als Instant Game im Casino-Sortiment.

So entsteht das Ergebnis einer Plinko-Runde
Auf jeder Reihe springt die Kugel mit gleicher Wahrscheinlichkeit nach links oder nach rechts. Bei n Reihen gibt es darum 2n mögliche Wege und n + 1 Fächer am unteren Rand.
Die Wege verteilen sich nicht gleichmässig auf die Fächer, sondern folgen der Binomialverteilung, also der Zählung, wie viele Wege in ein bestimmtes Fach führen. Auf einem Brett mit 16 Reihen landet die Kugel in rund 19,6 % der Fälle im mittleren Fach. Ein einzelnes äusseres Fach wird dagegen nur einmal in 65’536 Würfen getroffen. Weil der höchste Multiplikator links und rechts aussen steht, liegt die kombinierte Chance bei etwa 1 zu 32’768. Die Mitte zahlt deshalb wenig, oft weniger als den Einsatz, und der Rand entsprechend viel.
Wie der RTP berechnet wird
Die Auszahlungsquote (RTP, der langfristig an die Spielenden zurückfliessende Anteil der Einsätze) ist die Summe aller Fachwahrscheinlichkeiten, jeweils multipliziert mit dem Multiplikator des Fachs. Die Risikostufe ersetzt nur die Multiplikatortabelle unter denselben Stiften. Bei den verbreiteten Versionen ist jede Tabelle so abgestimmt, dass der RTP annähernd gleich bleibt; was sich ändert, ist die Volatilität, also wie stark die Ergebnisse um diesen Durchschnitt streuen.
Bei den Studioversionen steht das Fach schon beim Loslassen der Kugel fest, der sichtbare Fall über die Stifte ist reine Animation.
Plinko-Versionen und ihre Auszahlungsquoten
Die Übersicht fasst die Werte zusammen, die die Studios für ihre Plinko-Spiele angeben und die mehrere Vergleichsseiten übereinstimmend wiedergeben. Welche Version ein Casino tatsächlich betreibt, zeigt erst das Infofenster im Spiel, denn dasselbe Spiel kann mit unterschiedlichen RTP-Stufen laufen.
| Studio und Spiel | RTP laut Anbieter | Höchster Multiplikator |
|---|---|---|
| BGaming Plinko | rund 99 % | 1000x, höchstens 10'000 $ pro Runde |
| Spribe Plinko | 97 % | 555x |
| Hacksaw Gaming Plinko | 88,20–98,98 % in sieben Stufen | 3843,3x |
| Pragmatic Play Plinko+ | 97,50 % | 1000x |
| Stake Originals Plinko | rund 99 % | 10'000x im Expert-Modus |
Womit Plinko häufig verwechselt wird
Plinko steht in vielen Lobbys im selben Filter wie Crash-Spiele, Mines oder Dice, funktioniert aber anders. Bei einem Crash-Spiel steigt ein Multiplikator, und der Zeitpunkt des Auszahlens ist die eigentliche Entscheidung der Runde.
Bei Plinko fällt jede Wahl vor dem Wurf.
Ein zweites Missverständnis betrifft die Risikostufe. Sie wirkt wie ein Regler für den Ertrag, verschiebt aber nur Gewinne zwischen Mitte und Rand: Auf hohem Risiko zahlen die mittleren Fächer bei manchen Versionen 0x, während der Spitzenmultiplikator genauso selten fällt wie zuvor. Auch der Begriff «provably fair» wird oft pauschal verwendet. Spribe und BGaming veröffentlichen vor der Runde einen Hashwert, mit dem sich das Ergebnis nachträglich prüfen lässt. Hacksaw setzt dagegen auf einen von eCOGRA zertifizierten Zufallsgenerator, der fair im regulatorischen Sinn ist, aber keine Prüfung einzelner Würfe erlaubt.
Plinko im Schweizer Spielangebot
Schweizer Spielbanken dürfen Casinospiele online anbieten, brauchen dafür aber eine Konzessionserweiterung des Bundesrats und eine Bewilligung der ESBK. Ob und in welcher Version Plinko bei einem bestimmten Schweizer Online-Casino läuft, hat die Redaktion für diesen Eintrag nicht anbieterweise bestätigt.
Ausländische Angebote ohne Schweizer Bewilligung setzt die ESBK auf eine Sperrliste, die regelmässig aktualisiert und im Bundesblatt publiziert wird. Internetanbieter müssen den Zugang zu diesen Seiten aus der Schweiz technisch verhindern. Wer trotzdem in einem nicht konzessionierten Casino spielt, macht sich nach dem Geldspielgesetz nicht strafbar, trägt das Risiko aber selbst. Für Plinko ist dieser Unterschied besonders relevant, weil ein Teil der Versionen vor allem bei Krypto- und Offshore-Casinos verbreitet ist.
Was ich zuerst prüfe, ist darum nicht die Zahl der Plinko-Varianten in einer Lobby, sondern die RTP-Stufe im Infofenster und die Lizenz, unter der das Spiel angeboten wird.
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