Mit Apple Pay oder Google Pay im Casino einzahlen

Fabian Cattaneo
| Faktengeprüft von: , Analyst Casinospiele & Plattformen
Zuletzt aktualisiert am 16. September 2026, 17:40
  • Zahlungen
  • Sicherheit

Dieser Leitfaden erklärt, wie eine Einzahlung per Apple Pay oder Google Pay in einem Online-Casino abläuft, welche Gebühren dabei Ihre Kartenherausgeberin verrechnet und warum der Gewinn trotzdem auf anderem Weg zurückkommt. Er richtet sich an Spielerinnen und Spieler in der Schweiz, die mit dem Smartphone bezahlen und vor der ersten Einzahlung wissen wollen, was sie erwartet. Wir haben dafür die Zahlungsseiten konzessionierter Schweizer Anbieter, die Hilfeseiten zu Gebühren und die Angaben der ESBK gelesen und zitieren, was dort steht.

Mit Apple Pay oder Google Pay im Casino bezahlen

So funktioniert die Wallet-Zahlung im Casino

Apple Pay und Google Pay sind keine eigenen Konten, sondern digitale Hüllen für eine Karte, die Sie bereits besitzen. Wer im Casino per Wallet einzahlt, belastet am Ende also seine Kredit-, Prepaid- oder Debitkarte, nur eben ohne Kartennummer einzutippen.

Der Sicherheitsgewinn ist real. Gemäss der Zahlungsseite von jackpots.ch überträgt Apple beim Bezahlen nicht die Kartennummer, sondern eine gerätespezifische Nummer und einen einmaligen Transaktionscode; bestätigt wird mit Face ID, Touch ID oder dem persönlichen Code. Für Google Pay beschreibt dieselbe Quelle eine verschlüsselte virtuelle Kontonummer, die anstelle der echten Kartennummer übermittelt wird.

Für Schweizer Spielende ist die Verfügbarkeit der wichtigere Punkt, und dort unterscheiden sich die beiden Dienste deutlich. Apple Pay führen konzessionierte Schweizer Online-Casinos wie jackpots.ch und mycasino.ch auf ihren Zahlungsseiten als Einzahlungsmethode. Für Google Pay hält jackpots.ch auf seiner eigenen Informationsseite fest, dass eine Einzahlung in Schweizer Online-Casinos nicht möglich ist, obwohl dieselbe Seite weiter unten Limiten und eine Anleitung aufführt. Wir werten den ausdrücklichen Hinweis höher als den Rest der Seite, weil er gegen das Interesse des Anbieters selbst spricht.

Android-Nutzerinnen und -Nutzer weichen bei Schweizer Anbietern deshalb auf TWINT oder PostFinance aus.

Einzahlung mit Apple Pay Schritt für Schritt

Die folgenden Schritte geben den Ablauf wieder, den jackpots.ch für Apple Pay beschreibt; bei anderen konzessionierten Anbietern heissen die Menüpunkte teils anders, die Reihenfolge bleibt dieselbe.

  • Schritt 1

    Karte in der Wallet-App hinterlegen

    Fügen Sie Ihre Kredit-, Prepaid- oder Debitkarte in der vorinstallierten Wallet-App von iPhone, iPad oder Mac hinzu. Klären Sie vorher bei Ihrer Bank, ob diese Karte Apple Pay unterstützt und welche Gebühr sie für Glücksspiel verlangt.
  • Schritt 2

    Spielerkonto eröffnen und Identität bestätigen

    Registrieren Sie sich bei einem Casino, das auf der Liste der ESBK steht. Halten Sie einen Ausweis bereit, denn ohne abgeschlossene Identitätsprüfung lässt sich später kein Gewinn auf Ihr Bankkonto auszahlen.
  • Schritt 3

    Im Kassenbereich Apple Pay wählen

    Öffnen Sie im Spielerkonto den Bereich «Einzahlung» und wählen Sie Apple Pay aus der Liste der Zahlungsmethoden. Erscheint die Option nicht, nutzen Sie meist einen Browser oder ein Gerät ohne Apple-Pay-Unterstützung.
  • Schritt 4

    Betrag innerhalb der Limiten eingeben

    Geben Sie den gewünschten Betrag ein und tippen Sie auf «Einzahlen». Bei jackpots.ch liegt die Spanne zwischen CHF 10 und CHF 100'000, bei anderen Anbietern gelten die Werte auf deren Zahlungsseite.
  • Schritt 5

    Zahlung per Face ID bestätigen

    Im Apple-Pay-Fenster wählen Sie die Karte und bestätigen mit Face ID, Touch ID oder Ihrem Code. Laut Anbieter steht das Guthaben danach sofort auf dem Spielerkonto zur Verfügung.
Expertenkommentar

Was wir zuerst prüfen, ist Schritt zwei, nicht der Bezahlknopf. Die Wallet-Zahlung dauert Sekunden, die Identitätsprüfung kann dagegen Tage beanspruchen, wenn ein Dokument fehlt. Wer sie vor der ersten Einzahlung abschliesst, wartet beim ersten Gewinn nur auf die Bank und nicht auf den Kundendienst.

Was die Einzahlung per Wallet tatsächlich kostet

Die Casinos selbst verlangen für Wallet-Einzahlungen keine Gebühr; jackpots.ch hält das auf seiner Apple-Pay-Seite ausdrücklich fest. Teuer wird es trotzdem, und zwar über die Karte, die hinter der Wallet steckt.

Die meisten Schweizer Kreditkartenherausgeberinnen behandeln Glücksspielzahlungen wie einen Bargeldbezug. Das Hilfecenter von Swiss Casinos nennt Bearbeitungszuschläge von 3,5 bis 4 % für Karten von Swisscard, Cornèrcard, Migros Bank, UBS, Viseca und weiteren Herausgebern, teils mit Mindestbeträgen von CHF 8 oder CHF 10. Bei einer Einzahlung von CHF 50 und einem Mindestzuschlag von CHF 10 zahlen Sie so faktisch 20 % obendrauf. Apple Pay ändert daran nichts, weil die Wallet die Kartentransaktion nur weiterreicht.

Die Angaben der Casinos sind nicht deckungsgleich: jackpots.ch führt Viseca ohne Zusatzgebühr, Swiss Casinos mit Zuschlag. Solche Konditionen ändern die Herausgeber von Zeit zu Zeit, massgeblich ist deshalb die aktuelle Gebührenliste Ihrer eigenen Karte.

Wo es günstiger geht

Ohne Zuschlag bleiben laut Swiss Casinos PostFinance und TWINT, solange TWINT mit einem Bankkonto verknüpft ist. Hängt TWINT an einer Kreditkarte mit Glücksspielgebühr, fällt auch dort der Zuschlag an.

Bei Casinos mit Sitz im Ausland kommen nach Angaben von Moneyland eine Auslandgebühr und Aufschläge auf den Wechselkurs hinzu, sobald das Spielerkonto in Euro geführt wird.

Apple Pay und Google Pay in Zahlen

MerkmalApple PayGoogle PayQuelle
Schweizer Casinosbei jackpots.ch und mycasino.ch gelistetlaut jackpots.ch nicht möglichZahlungsseiten der Anbieter
EinzahlungCHF 10 bis CHF 100'000entfälltjackpots.ch
Gutschriftsofortentfälltjackpots.ch
Casinogebührkeine; Kartengebühr 3,5–4 % möglichentfälltjackpots.ch, Swiss Casinos
Auszahlungnicht möglich, nur Schweizer Bankkontonicht möglichjackpots.ch, mycasino.ch
Expertenkommentar

Die Zeile, die wir am häufigsten erklären müssen, ist die letzte. Viele gehen davon aus, dass Geld auf demselben Weg zurückkommt, auf dem es eingezahlt wurde. Bei Wallets stimmt das nicht: Die schnellste Einzahlung führt hier zwingend zu einer Banküberweisung, und deren Dauer bestimmt die Bank.

Auszahlung: Der Gewinn geht aufs Bankkonto

Apple Pay und Google Pay sind bei Schweizer Anbietern reine Einzahlungswege. jackpots.ch schreibt, dass Auszahlungen aus rechtlichen Gründen nur auf ein Schweizer Bankkonto erfolgen dürfen, das auf Ihren vollen Namen lautet; das Konto eines Verwandten ist auch mit Ihrer Erlaubnis ausgeschlossen.

Bei der Dauer lohnt sich ein genauer Blick auf die Bedingungen. jackpots.ch nennt kostenlose Auszahlungen, die bis zu 3 bis 4 Arbeitstage brauchen können, bis das Geld auf dem Konto ist. mycasino.ch gibt in seinem Hilfecenter in der Regel einen Werktag an: Aufträge von Montag bis Freitag bis 16 Uhr werden bei allen Banken am selben Tag gutgeschrieben, bei PostFinance bis 18 Uhr. Wer am Freitag später, am Wochenende oder an Feiertagen auszahlt, erhält das Geld am nächsten Werktag. In Ausnahmefällen dauert es bis zu drei Werktage, und gesetzlich vorgeschriebene Überprüfungen können die Bearbeitung verlängern.

Eine Instant-Auszahlung, die einmal täglich in Sekunden aufs Bankkonto geht, bewirbt mycasino.ch inzwischen als eigene Methode.

Der Einzahlungsweg sagt über die Auszahlungsgeschwindigkeit also nichts aus. Entscheidend sind die Bank, auf der Ihr Konto liegt, die Uhrzeit des Auftrags und eine abgeschlossene Identitätsprüfung.

Apple Pay oder TWINT für die Einzahlung

Da Google Pay bei Schweizer Anbietern ausfällt, ist TWINT die naheliegende Alternative zu Apple Pay. Der Vergleich stützt sich auf die Zahlungs- und Hilfeseiten von jackpots.ch, mycasino.ch und Swiss Casinos.

Apple Pay

TWINT

Nur auf Apple-Geräten wie iPhone, iPad, Mac und Apple WatchMit der TWINT-App auf iPhone und Android-Geräten
Gebühr hängt von der hinterlegten Karte ab, oft 3,5–4 %Mit Bankkonto verknüpft ohne Zuschlag
Guthaben laut Anbieter sofort verfügbarGuthaben laut Anbieter sofort verfügbar
Bei jackpots.ch und mycasino.ch als Einzahlung gelistetBei jackpots.ch und mycasino.ch als Einzahlung gelistet
Kartennummer wird nicht ans Casino übertragenZahlung läuft über die App, ohne Karteneingabe im Casino
Bestätigung per Face ID, Touch ID oder Code direkt im BrowserBestätigung in separater App, beim Desktop über QR-Code
Expertenkommentar

Für uns entscheidet die Gebührenzeile, nicht der Komfort. Wer Apple Pay mit einer Debitkarte oder einer Karte ohne Glücksspielzuschlag nutzt, zahlt gleich wenig wie mit TWINT. Wer dagegen eine gewöhnliche Kreditkarte hinterlegt, bezahlt für die bequemere Bestätigung bei jeder Einzahlung einen spürbaren Aufpreis.

Google Pay bei Anbietern ohne Schweizer Konzession

Wer Google Pay als Einzahlungsoption sieht, ist in vielen Fällen auf der Seite eines Anbieters ohne Schweizer Konzession gelandet. Dort gelten andere Regeln, und zwar für Spielerschutz wie für Zahlungen.

Nach dem Geldspielgesetz dürfen Online-Casinospiele in der Schweiz nur Spielbanken anbieten, die eine Konzessionserweiterung des Bundesrats und eine Bewilligung der ESBK besitzen. Die ESBK veröffentlicht die zugelassenen Online-Spielbanken sowie regelmässig eine Sperrliste nicht bewilligter Angebote, deren Zugang Schweizer Internetanbieter technisch verhindern müssen. Spielende machen sich in solchen Casinos laut ESBK nicht strafbar, sie spielen aber auf eigene Gefahr.

Für die Zahlung bedeutet das: Streitfälle um blockierte Auszahlungen landen nicht bei einer Schweizer Aufsicht. Dazu kommen die Kosten, die bei Schweizer Anbietern entfallen. Ein Konto in Euro löst bei jeder Wallet-Einzahlung eine Währungsumrechnung aus, und die Kartenherausgeberin rechnet zur Glücksspielgebühr noch eine Auslandgebühr hinzu.

Auszahlungen laufen auch dort nicht über Google Pay zurück, sondern je nach Anbieter über E-Wallets wie Skrill oder über Kryptowährungen.

Ob ein Casino konzessioniert ist, prüfen Sie am schnellsten auf der Website der ESBK: Steht der Name dort nicht unter den Online-Spielbanken, hat er in der Schweiz keine Bewilligung, egal welche Logos im Fusszeilenbereich stehen.

Häufige Fragen zu Apple Pay und Google Pay im Casino

Lassen sich Gewinne auf Apple Pay oder Google Pay auszahlen?

Nein. Schweizer Anbieter wie jackpots.ch und mycasino.ch zahlen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto aus, das auf Ihren Namen lautet. Die Wallet dient nur der Einzahlung.

Warum fehlt Google Pay bei Schweizer Online-Casinos?

Die Gründe nennen die Anbieter nicht. jackpots.ch hält lediglich fest, dass eine Einzahlung mit Google Pay in Schweizer Online-Casinos nicht möglich ist. Android-Nutzer zahlen dort in der Regel mit TWINT oder PostFinance.

Verlangt das Casino eine Gebühr für Apple Pay?

Konzessionierte Anbieter wie jackpots.ch verlangen keine. Ihre Kartenherausgeberin kann jedoch einen Glücksspielzuschlag von meist 3,5 bis 4 % erheben, teils mit einem Minimum von CHF 8 oder CHF 10.

Wie hoch darf eine Einzahlung per Apple Pay sein?

Bei jackpots.ch sind Beträge zwischen CHF 10 und CHF 100’000 möglich. Andere Anbieter setzen eigene Limiten, und zusätzlich gilt die Kartenlimite, die Ihre Bank für die hinterlegte Karte festgelegt hat.

Ist Apple Pay sicherer als die Eingabe der Kreditkarte?

Was den Schutz der Kartendaten angeht, ja: Das Casino erhält statt der Kartennummer eine gerätespezifische Nummer und einen Transaktionscode. Jede Zahlung bestätigen Sie mit Face ID, Touch ID oder Code.

Fabian Cattaneo
Autor des Artikels: Fabian Cattaneo
Spezialist Zahlungen & Auszahlungen
Schreibt darüber, wie Geld ins Casino und wieder zurück aufs eigene Konto kommt: Methoden, Limiten, Gebühren, Identitätsprüfung und die Frage, warum die schnellste Einzahlung selten die schnellste Auszahlung ist.

Neueste Ratgeber

0 %
0
0