Blackjack: Begriff und Regeln
Blackjack ist ein Kartenspiel gegen die Bank, bei dem Sie mit Ihren Karten näher an 21 Punkte kommen müssen als der Dealer, ohne 21 zu überschreiten. Als «Blackjack» gilt zudem die Starthand aus Ass und einer Zehnerkarte, die stärkste Hand am Tisch. Der Eintrag erklärt, wie die Auszahlungen gerechnet werden, woher der Hausvorteil kommt und welche Tischregel ihn am deutlichsten verschiebt. Tipps auf einzelne Hände gibt es hier keine.

Kartenwerte, Dealerregel und Auszahlungen
Zahlenkarten zählen ihren Wert, Bube, Dame und König zählen zehn. Das Ass zählt elf oder eins, je nachdem, was der Hand nützt; eine Hand mit einem Ass, das noch als elf zählt, heisst «soft».
Der Dealer hat keine Wahl. Er zieht bei 16 oder weniger und bleibt ab 17 stehen, wobei manche Tische vorschreiben, dass er auf einer soft 17 noch eine Karte nimmt.
Ein gewöhnlicher Gewinn wird 1:1 ausbezahlt, als Dezimalquote ausgedrückt also 2,00. Der Blackjack selbst zahlt am Standardtisch 3:2, was einer Quote von 2,50 entspricht: Aus 10 Franken Einsatz werden 25 Franken zurück. Die Versicherung gegen einen Dealer-Blackjack zahlt 2:1, die Quote liegt damit bei 3,00, ein Geschenk ist sie trotzdem nicht.
Entscheidend ist, wer zuerst überkauft.
Überschreiten Sie 21, ist Ihr Einsatz verloren, auch wenn der Dealer danach selbst über 21 kommt. Genau aus dieser Reihenfolge entsteht der Vorteil der Bank, denn die Auszahlungen allein würden ihn nicht erklären.
Auszahlung 3:2 gegenüber 6:5 am Tisch
Die Auszahlung für den Blackjack ist die eine Zahl, die man vor dem ersten Einsatz auf dem Tisch oder in den Spielregeln suchen sollte. Der Vergleich zeigt, was sich zwischen beiden Varianten ändert und was gleich bleibt.
Tisch mit 3:2 | Tisch mit 6:5 |
|---|---|
| Blackjack mit 10 Franken Einsatz bringt 15 Franken Gewinn | Blackjack mit 10 Franken Einsatz bringt 12 Franken Gewinn |
| Hausvorteil mit Grundstrategie rund 0,5 Prozent | Hausvorteil um etwa 1,4 Prozentpunkte höher |
| Normaler Gewinn wird 1:1 ausbezahlt | Normaler Gewinn wird 1:1 ausbezahlt |
| Versicherung zahlt 2:1 | Versicherung zahlt 2:1 |
So wird der Hausvorteil beim Blackjack gerechnet
Der Hausvorteil ist der Anteil jedes Einsatzes, den die Bank über sehr viele Runden im Durchschnitt behält. Beim Blackjack hängt er stärker von den Tischregeln und vom Spielverhalten ab als bei Roulette, wo er fest im Rad steckt.
Mit der Grundstrategie, also der mathematisch richtigen Entscheidung für jede Kombination aus eigener Hand und offener Dealerkarte, liegt er an einem Tisch mit 3:2 bei rund 0,5 Prozent. Wer nach Gefühl spielt, landet je nach Regeln eher bei zwei Prozent oder darüber.
Die Rechnung ist einfach: Erwarteter Verlust gleich Umsatz mal Hausvorteil. Wer 1000 Hände zu 10 Franken spielt, setzt 10’000 Franken um und verliert bei 0,5 Prozent im Erwartungswert 50 Franken, an einem 6:5-Tisch mit rund 1,9 Prozent dagegen etwa 190 Franken. Kurzfristig streuen die Resultate stark, über viele Hände nähert sich das Ergebnis dieser Zahl an, und darum bleibt der Hausvorteil auch dann bestehen, wenn eine Werbung von «Value» spricht.
Welche Regeln ihn verschieben
Zieht der Dealer auf soft 17, steigt der Hausvorteil um etwa 0,2 Prozentpunkte. Auch die Zahl der Decks und die Regeln zum Verdoppeln und Teilen wirken mit; wie ein Anbieter sie festlegt, steht in den Spielregeln des einzelnen Tisches und unterscheidet sich von Haus zu Haus.
Die Grundstrategie senkt den Nachteil, sie dreht ihn nicht um.
Blackjack in der Schweiz und häufige Verwechslungen
Seit dem 1. Januar 2019 gilt in der Schweiz das Geldspielgesetz. Online-Blackjack dürfen nur Schweizer Spielbanken anbieten, die vom Bundesrat eine Konzessionserweiterung erhalten haben, und jedes einzelne Spiel braucht zusätzlich eine Bewilligung der ESBK. Ob ein Anbieter dazugehört, lässt sich auf der Website der ESBK nachprüfen.
Am häufigsten wird der Blackjack mit einer beliebigen 21 verwechselt. Drei Karten, die zusammen 21 ergeben, sind eine starke Hand, aber kein Blackjack; sie werden 1:1 ausbezahlt und verlieren gegen einen echten Blackjack des Dealers.
Auch der Spielname deckt mehrere Varianten ab.
Tische mit Zusatzwetten wie Perfect Pairs oder 21+3 laufen ebenfalls unter Blackjack, obwohl diese Nebenwetten eigene Auszahlungen und einen eigenen, meist höheren Hausvorteil haben. Was ich zuerst prüfe, ist deshalb die Regeltafel des konkreten Tisches: Auszahlung für den Blackjack, Verhalten des Dealers auf soft 17 und die angegebene RTP. Die Bezeichnung auf der Lobby-Kachel sagt darüber wenig.
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