Douzaine und Kolonne beim Roulette

Arben Gashi
Zuletzt aktualisiert am 24. August 2026, 11:39
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Douzaine und Kolonne sind zwei Aussenwetten beim Roulette, die jeweils zwölf der Zahlen von 1 bis 36 abdecken und im Gewinnfall 2:1 auszahlen. Die Douzaine (Dutzend) fasst die Zahlen der Reihe nach zusammen: 1–12, 13–24 oder 25–36. Die Kolonne nimmt dagegen eine der drei Längsreihen des Tableaus. Fällt die Null, verlieren beide Wetten, und genau daraus entsteht der Hausvorteil.

Douzaine und Kolonne

Auszahlung und Hausvorteil berechnet

Wer auf eine Douzaine oder eine Kolonne setzt, gewinnt bei zwölf von 37 Feldern eines europäischen Kessels, also mit einer Wahrscheinlichkeit von 32,43 %.

Ein Gewinn bringt den doppelten Einsatz als Reingewinn, dazu kommt der Einsatz zurück. Auf 10 Franken sind das 20 Franken Gewinn und 30 Franken Rückzahlung. In der Sprache der Sportwetten entspricht das einer Dezimalquote von 3,00.

Fair wäre eine Quote von 37 geteilt durch 12, also rund 3,08, und die Differenz ist die Marge des Hauses. Rechnet man es aus, kommen auf 37 Franken Einsatz im Mittel 12 Treffer à 3 Franken zurück, also 36 Franken. Das ist ein Verlust von einem Franken oder 2,70 %. Am amerikanischen Kessel mit Null und Doppelnull sinkt die Trefferwahrscheinlichkeit auf 12 von 38, und der Hausvorteil steigt auf 5,26 %.

Die Auszahlung ist dieselbe, nur das Rad ist teurer.

Wo Dutzend und Kolonne liegen

Die drei Dutzende liegen auf dem französischen Tableau an der Seite und tragen die Kürzel 12P, 12M und 12D für premier, milieu und dernier.

Die Kolonnen sitzen am Ende der drei Zahlenreihen. Im klassischen Casino heissen sie Colonne 34, 35 und 36, benannt nach der höchsten Zahl der jeweiligen Reihe. Die erste Kolonne umfasst 1, 4, 7 bis 34, die mittlere 2, 5, 8 bis 35, die letzte 3, 6, 9 bis 36.

Im Online-Roulette und im live casino sind die Felder meist englisch beschriftet, etwa «1st 12» für das erste Dutzend und «2 to 1» am Ende jeder Kolonne. Die Beschriftung unterscheidet sich je nach Anbieter und Software, die Regel dahinter nicht. Was ich bei einem neuen Tisch zuerst prüfe, ist deshalb die Anzahl der Nullfelder, denn sie entscheidet über 2,70 oder 5,26 % Hausvorteil.

Verwechslungen, Kombinationen und Systeme

Die häufigste Verwechslung betrifft die Frage, welche Zahlen wohin gehören.

Douzaine und Kolonne schneiden sich, sie sind zwei verschiedene Einteilungen derselben 36 Zahlen. Die 12 etwa liegt im ersten Dutzend und zugleich in der dritten Kolonne. Wer beide Felder belegt, deckt deshalb keine 24 Zahlen ab, sondern 20, weil sich vier Zahlen doppeln.

Verwechselt wird auch die Wette auf zwei Dutzende oder zwei Kolonnen gleichzeitig, die manche Tische als eigenes Feld anbieten und mit 1:2 auszahlen. Sie deckt 24 Zahlen ab, ändert am Hausvorteil aber nichts. Ebenso wenig greift hier die Regel La Partage, die an manchen Tischen bei Null den halben Einsatz zurückgibt. Sie gilt für die einfachen Chancen wie Rot oder Schwarz, nicht für Dutzend und Kolonne, und ob ein Tisch sie überhaupt anwendet, steht in seinen Spielregeln.

Bleiben die Systeme, die mit Douzaine und Kolonne werben, oft mit dem Versprechen von «Value» oder einer Abdeckung von fast zwei Dritteln des Kessels. Jede einzelne Wette verliert im Mittel 2,70 % des Einsatzes am europäischen Tisch, und eine Summe solcher Wetten verliert dasselbe, egal in welcher Reihenfolge oder Höhe Sie setzen. Einen Tipp, welches Dutzend als nächstes fällt, gibt es auf dieser Seite deshalb nicht.

Die Kugel kennt keine Serien.

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