Sixain beim Roulette

Arben Gashi
Zuletzt aktualisiert am 17. September 2026, 13:11
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Ein Sixain ist beim Roulette ein Einsatz auf sechs Zahlen aus zwei benachbarten Querreihen des Tableaus, der im Gewinnfall 5:1 auszahlt. Auf Deutsch heisst er auch Transversale simple, auf Englisch Six Line oder Double Street. Der Jeton liegt dabei auf der Aussenlinie, genau dort, wo die beiden Dreierreihen aneinanderstossen. Am europäischen Kessel mit einer einzigen Null trifft der Sixain in 6 von 37 Fällen, also mit rund 16,22 Prozent Wahrscheinlichkeit.

Sixain

Wo der Sixain auf dem Tableau liegt

Das Tableau ordnet die Zahlen 1 bis 36 in zwölf Querreihen zu je drei Zahlen. Ein Sixain fasst zwei dieser Reihen zusammen, die direkt aufeinanderfolgen, etwa 1 bis 6 oder 19 bis 24.

Weil sich die Paare überlappen dürfen, gibt es genau elf mögliche Sixains, von 1–6 über 4–9 bis 31–36.

Die Null gehört zu keinem Sixain. Wer sie mit den ersten Zahlen kombinieren will, braucht dafür einen anderen Einsatz, dessen Name und Auszahlung je nach Tisch und Variante abweichen. Online setzt man den Sixain mit einem Klick auf die Kante zwischen den beiden Reihen, im RNG-Roulette genauso wie im live casino. Beschriftet ist das Feld allerdings nicht überall gleich: Englischsprachige Tische zeigen meist «Six Line» oder «Line», französische Varianten bleiben bei Sixain oder Transversale simple, und manche Oberflächen nennen den Einsatz gar nicht, sondern heben nur die sechs abgedeckten Zahlen hervor.

Auszahlung und Hausvorteil beim Sixain

Ein gewonnener Sixain bringt das Fünffache des Einsatzes als Gewinn, dazu kommt der Einsatz selbst zurück. Aus 10 Franken Einsatz werden also 60 Franken auf dem Tisch.

Als Dezimalquote ausgedrückt entspricht das einer Quote von 6,00.

Fair wäre bei 37 Fächern eine Quote von 37 geteilt durch 6, also rund 6,17. Die Rechnung für den Hausvorteil ist kurz: 6/37 mal 6,00 ergibt 36/37, im Mittel fliessen damit 97,30 Rappen pro eingesetztem Franken zurück, und 2,70 % bleiben beim Haus. Am amerikanischen Kessel mit Doppelnull sinkt die Trefferchance auf 6/38, der Hausvorteil steigt auf 5,26 %.

Wer im Sixain eine besonders clevere Wette vermutet, legt am besten die Zahlen nebeneinander. Plein, Cheval, Carré und Sixain haben am Kessel mit einer Null denselben Hausvorteil von 2,70 Prozent; sie verteilen das Risiko bloss anders. Mehr abgedeckte Zahlen bedeuten häufigere, dafür kleinere Gewinne, und über viele Runden bleibt der Abzug von einem Siebenunddreissigstel bestehen. Auch die La-Partage-Regel, die an manchen französischen Tischen den Hausvorteil halbiert, gilt nur für die einfachen Chancen wie Rot oder Schwarz und ändert am Sixain nichts. Welche Reihe als Nächstes fällt, sagt keine Rechnung voraus, und Tipps auf bestimmte Sixains gibt es hier deshalb keine.

Sixain, Transversale und Dutzend unterscheiden

Die häufigste Verwechslung betrifft die Transversale. Ohne Zusatz oder als Transversale pleine meint sie eine einzige Querreihe mit drei Zahlen, die 11:1 auszahlt; erst die Transversale simple ist der Sixain mit sechs Zahlen.

Der Name klingt verkehrt herum, aber so steht es in den Spielregeln.

Naheliegend ist auch der Vergleich mit dem Dutzend, das zwölf Zahlen abdeckt und 2:1 auszahlt. Zwei Sixains auf 1–6 und 7–12 decken dasselbe ab wie das erste Dutzend, kosten aber zwei Jetons. Trifft einer davon, kommen sechs Jetons zurück, netto also das Doppelte des Gesamteinsatzes – exakt das Ergebnis des Dutzends, nur umständlicher gesetzt.

Uneinheitlich ist vor allem die Sprache der Anbieter. Manche englischen Tische sprechen von «Line Bet», andere von «Double Street», und einzelne Ratgeber führen den Sixain fälschlich unter den Aussenwetten. Er gehört zu den Innenwetten, weil er auf dem Zahlenfeld selbst gesetzt wird. Für Tischlimits gibt es ebenfalls keine einheitliche Regel: Mindest- und Höchsteinsatz pro Sixain legt jeder Tisch selbst fest, und genau diese Zeile lesen wir in den Tischregeln zuerst nach.

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