Kommission beim Baccarat

Arben Gashi
Zuletzt aktualisiert am 21. August 2026, 12:18
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Die Kommission beim Baccarat ist die Gebühr von in der Regel 5 Prozent, die das Casino von jedem Gewinn auf die Banker-Wette einbehält. Sie gleicht aus, dass die Banker-Hand dank der festen Ziehregeln etwas häufiger gewinnt als die Player-Hand. Ein Einsatz von CHF 100 bringt bei einem Banker-Sieg deshalb CHF 95 Gewinn statt CHF 100. Auf Player- und Tie-Wetten fällt keine Kommission an.

Was nach Kleingeld aussieht, bestimmt den Hausvorteil der ganzen Banker-Wette.

Kommission (Baccarat)

So wird die Kommission berechnet

Mit acht Decks gewinnt die Banker-Hand in rund 45,86 Prozent der Runden, die Player-Hand in rund 44,62 Prozent, der Rest endet unentschieden. Ohne Abzug hätte die Banker-Wette damit einen leichten Vorteil gegenüber dem Casino, und genau diesen schöpft die Kommission ab.

Die Rechnung passt in einen Satz: 0,4586 × 0,95 minus 0,4462 ergibt rund -0,0106 pro eingesetztem Franken, also einen Hausvorteil von 1,06 Prozent.

Abgezogen werden 5 Prozent des Gewinns, nicht des gesamten Auszahlungsbetrags. Als Dezimalquote ausgedrückt zahlt die Banker-Wette damit effektiv 1,95, die Player-Wette 2,00. Endet die Runde unentschieden, erhalten Sie den Einsatz auf Banker oder Player zurück, und es wird keine Kommission fällig.

Ohne Kommission läge der Erwartungswert auf Banker bei 0,4586 minus 0,4462, also bei gut einem Prozent zugunsten der Spielerin. Kein Casino bietet eine solche Wette freiwillig an. Die Kommission ist darum keine Schikane am Rand, sie ist die Stelle, an der das Haus seine Marge auf dieser Wette verankert. Die Player-Wette trägt mit 1,24 Prozent einen etwas höheren Hausvorteil, obwohl dort nichts abgezogen wird.

Wer «ohne Abzug» auf Player setzt, zahlt über viele Runden also mehr.

Wo Ihnen die Kommission am Tisch begegnet

An klassischen Tischen in landbasierten Casinos wird die Kommission traditionell nicht bei jedem Gewinn einzeln abgezogen. Der Croupier führt sie in einem Feld vor dem Platz und kassiert die Summe, wenn der Gast den Tisch verlässt oder der Schuh endet. Online und im live casino rechnet die Software den Abzug dagegen direkt in die Auszahlung ein.

Wie hoch der Satz ist, steht in den Spielregeln des jeweiligen Tisches.

5 Prozent sind der verbreitete Standard, doch Anbieter und Spielvarianten unterscheiden sich, und manche Tische verzichten ganz auf eine Kommission. Was ich zuerst prüfe, ist deshalb der Abschnitt zu den Auszahlungen in den Regeln und weniger der Name des Tisches. Dort steht, ob Banker 0,95 zu 1 zahlt oder ob eine andere Regel den Vorteil des Hauses sichert. Ein Banner mit «Banker zahlt 1:1» in der Lobby sagt darüber für sich allein wenig aus.

Auf die naheliegende Frage, ob Banker oder Player die richtige Wette sei, gibt es hier ausdrücklich keinen Tipp. Beide Wetten verlieren über viele Runden, sie tun es nur unterschiedlich schnell.

Kommission und «No Commission» im Vergleich

Am häufigsten wird die Kommission mit dem Etikett «No Commission» verwechselt, als wäre die Gebühr dort einfach gestrichen worden. Verschwunden ist sie nicht, sie wurde verschoben.

In der verbreiteten No-Commission-Variante zahlt Banker zwar 1 zu 1, ein Banker-Sieg mit sechs Punkten bringt aber nur den halben Einsatz als Gewinn. Diese eine Ausnahme hebt den Hausvorteil auf Banker von 1,06 auf rund 1,46 Prozent. Bei Varianten nach dem Muster von EZ Baccarat endet ein Banker-Sieg mit drei Karten und sieben Punkten dagegen als Push, und der Banker-Hausvorteil liegt dort bei rund 1,02 Prozent.

Das Werbeversprechen «ohne Kommission» klingt nach einem Geschenk, je nach Ausnahmeregel ist es aber ein etwas besseres oder ein spürbar schlechteres Geschäft als der klassische Tisch. Wer Varianten vergleicht, sucht deshalb die Ausnahmeregel in den Spielregeln, statt dem Wort im Tischnamen zu glauben. An einem Tisch mit halber Auszahlung auf die Sechs ist die Player-Wette mit 1,24 Prozent rechnerisch günstiger als Banker, was die Werbung selten erwähnt.

Unverändert bleibt in allen Varianten die Tie-Wette: Bei einer Auszahlung von 8 zu 1 liegt ihr Hausvorteil bei 14,36 Prozent, mit der Kommission hat sie nichts zu tun.

Keine dieser Regeln dreht den Vorteil zur Spielerin.

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