Mindestquote bei Wettboni

Martina Wyss
Zuletzt aktualisiert am 21. September 2026, 14:00
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Die Mindestquote ist die tiefste Quote, die eine Wette aufweisen muss, damit sie für einen Wettbonus oder eine Promotion angerechnet wird.

Wetten darunter werden zwar normal abgerechnet, bringen Sie beim Freispielen aber keinen Franken weiter. Den Wert legt jeder Anbieter selbst in seinen Bonusbedingungen fest, einen einheitlichen Standard gibt es nicht. In vielen Bedingungen liegt er zwischen 1.50 und 2.00, bei Kombi-Aktionen teils deutlich tiefer.

Mindestquote

Wie die Mindestquote gerechnet wird

Bei einer Einzelwette ist die Sache rasch erledigt: Die Quote auf dem Wettschein erreicht den geforderten Wert, oder sie erreicht ihn eben nicht.

Bei Kombiwetten entscheidet der genaue Wortlaut der Bedingungen. Manche Anbieter verlangen eine Gesamtquote, also das Produkt aller Einzelquoten auf dem Schein, andere eine Mindestquote für jede einzelne Auswahl. Die zweite Variante ist spürbar strenger.

Angenommen, Sie setzen CHF 20 auf eine Zweierkombi mit den Quoten 1.40 und 1.45. Die Gesamtquote beträgt 1.40 × 1.45 = 2.03. Verlangt der Anbieter 2.00 pro Schein, zählen die CHF 20 vollständig zum Umsatz. Verlangt er dagegen 1.50 pro Auswahl, zählen sie überhaupt nicht, obwohl der Schein insgesamt höher quotiert ist.

Auch Swisslos setzt beim Kombi-Boost von Sporttip eine Schwelle von 1.50 pro Tipp, und nur Tipps ab diesem Wert bestimmen dort die Höhe des Bonus.

Womit die Mindestquote verwechselt wird

Am häufigsten landet die Mindestquote im selben Topf wie der Umsatzfaktor. Der Faktor legt fest, wie oft ein Betrag umgesetzt werden muss, etwa fünfmal der Bonus; die Mindestquote bestimmt, welche Wetten dabei überhaupt mitzählen.

Wer CHF 100 Bonus fünffach auf den Bonus umsetzen muss, braucht CHF 500 anrechenbaren Umsatz. Setzen Sie diese CHF 500, davon aber CHF 200 zu Quote 1.30 bei geforderten 1.50, fehlen Ihnen danach immer noch CHF 200. Das Geld ist gesetzt, der Fortschritt bleibt aus.

Lohnt sich der Blick auf ein einzelnes Wort? Ja, denn bei «ab 1.50» zählt eine Quote von genau 1.50 mit, bei «über 1.50» fällt sie durch.

Was ich zuerst prüfe, ist deshalb die Bezugsgrösse der Schwelle: Schein oder Auswahl.

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