Handicap-Wette: Begriff erklärt
Eine Handicap-Wette ist eine Sportwette, bei der ein Team vor Spielbeginn einen fiktiven Vorsprung oder Rückstand erhält, der nach dem Schlusspfiff zum tatsächlichen Resultat gezählt wird. Entscheidend ist also nicht der echte Endstand, sondern der Endstand plus Handicap. Der Buchmacher gleicht damit ungleiche Gegner aus, damit eine Wette auf den klaren Favoriten überhaupt eine brauchbare Quote bekommt. Wer auf den Aussenseiter setzt, erhält dafür einen Polster von einem oder mehreren Toren.

So wird das Handicap verrechnet
Die Formel ist schlicht: Endstand plus Handicap ergibt das Wertungsresultat. Ein Favorit mit -1 startet rechnerisch mit 0:1, ein Aussenseiter mit +2 mit einem Polster von zwei Toren.
Gewinnt der Favorit mit -1 also 2:1, steht es nach Handicap 1:1.
Beim europäischen Handicap ist dieses Remis ein eigener Ausgang mit eigener Quote, und wer auf den Favoriten gesetzt hat, verliert. Auch hier steckt die Marge in den Quoten: Bei 2,10, 3,60 und 3,20 summieren sich die Kehrwerte auf rund 106,7 Prozent, und die 6,7 Prozentpunkte darüber behält der Anbieter. Die Schreibweise variiert je nach Anbieter zwischen «0:1» und «-1».
Welches Handicap zu welchem Spiel passt, beantwortet diese Seite bewusst nicht.
Europäisches und asiatisches Handicap im Vergleich
Am häufigsten wird die klassische Handicap-Wette mit dem Asian Handicap verwechselt. Der Unterschied liegt vor allem darin, was mit einem Unentschieden nach Handicap geschieht.
Europäisches Handicap | Asiatisches Handicap |
|---|---|
| Drei Ausgänge, Remis inklusive | Zwei Ausgänge, Remis entfällt |
| Ganze Linien wie -1 oder +2 | Auch halbe und Viertel-Linien wie -0,5 oder -0,25 |
| Handicap-Remis: Teamwette verloren | Ganze Linie: Einsatz zurück |
| Liest sich wie eine 1X2-Wette | Viertel-Linien teilen den Einsatz auf |
Wo Ihnen die Handicap-Wette begegnet
Im Wettangebot steht die Handicap-Wette meist neben der 1X2-Wette, am häufigsten im Fussball. Bei punktreichen Sportarten wie Basketball läuft dieselbe Idee oft unter dem Namen Spread.
Werbung verkauft sie gern als Wette mit «mehr Value». Das Handicap verschiebt aber nur die Linie, nicht die Marge, und über viele Wetten bleibt der Vorteil deshalb beim Anbieter.
Was ich zuerst prüfe, sind die Wettregeln zu Verlängerung und Penaltyschiessen, weil der Anbieter dort festlegt, ob nur die reguläre Spielzeit zählt.
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