Dealer steht auf Soft 17 (S17)

Arben Gashi
Zuletzt aktualisiert am 11. September 2026, 15:45
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«Dealer steht auf Soft 17» ist eine Blackjack-Regel: Hält der Dealer 17 Punkte, bei denen ein Ass als 11 zählt, etwa Ass und 6, muss er stehen bleiben und darf keine weitere Karte ziehen. In Regelwerken und Strategietabellen heisst sie kurz S17. Das Gegenstück ist H17, bei dem der Dealer auf einer Soft 17 noch eine Karte nimmt. Für Sie als Spielerin oder Spieler ist S17 bei sonst gleichen Regeln die günstigere Variante.

Dealer steht auf Soft 17

Was eine Soft 17 beim Dealer ausmacht

Weich heisst eine Hand, solange das Ass als 11 zählen kann, ohne dass die Summe 21 übersteigt. Ass und 6 ergeben also 17 oder 7, und eine weitere Karte kann diese Hand nie überkaufen.

Eine harte 17 wie 10 und 7 hat diese Reserve nicht.

Am landbasierten Tisch steht die Regel meist direkt auf dem Filz, oft als «Dealer must stand on all 17s» oder als Kürzel. Im Online- und Live Casino findet man sie in den Spielregeln des jeweiligen Tisches, und dieser Blick lohnt sich, weil Anbieter und Spielvarianten hier keinem einheitlichen Standard folgen.

Hausvorteil und Strategie unter S17 und H17

Gegenüber H17 liegt der Hausvorteil unter S17 bei sonst gleichen Regeln um rund 0,2 Prozentpunkte tiefer. Ein Tisch mit 0,7 Prozent unter H17 käme mit S17 also auf etwa 0,5 Prozent, wobei der genaue Wert vom ganzen Regelwerk abhängt.

Die Tabelle zeigt die bekanntesten Stellen, an denen sich die Basisstrategie für Mehrdeck-Spiele laut gängigen Strategietabellen unterscheidet.

SituationBei S17Bei H17
Dealer hält Soft 17Bleibt stehenZieht eine Karte
Hart 11 gegen AssKarte ziehenVerdoppeln
Soft 18 gegen 2StehenVerdoppeln
Soft 19 gegen 6StehenVerdoppeln, falls erlaubt

Womit S17 oft verwechselt wird

Am häufigsten wird S17 mit der Angabe «Dealer steht auf 17» gleichgesetzt, obwohl daraus nicht hervorgeht, ob weiche Hände eingeschlossen sind. Erst «steht auf allen 17» schliesst die Soft 17 eindeutig ein.

Das zweite Missverständnis betrifft die Richtung des Effekts. Weil der Dealer unter H17 öfter überkauft, wirkt diese Regel auf den ersten Blick spielerfreundlich. Tatsächlich verbessert er seine Hand dabei aber häufiger auf 18 oder mehr, als er sich überkauft, und genau das hebt den Hausvorteil.

Eine Gewinnstrategie ist S17 deshalb nicht.

Der Hausvorteil bleibt auch am günstigeren Tisch über viele Runden bestehen, er fällt nur etwas kleiner aus als bei H17.

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