Spielsitzung (Session)
Eine Spielsitzung (Session) ist der zusammenhängende Zeitraum, in dem Sie ein bestimmtes Online-Spiel spielen, vom Start bis zu dem Moment, in dem Sie dieses Spiel beenden oder offline gehen. Schweizer Spielbanken mit Online-Konzession müssen am Ende jeder Sitzung festhalten, wie viele Spielrunden darin lagen und wie viel eingesetzt und gewonnen wurde. Aus diesen Zahlen entstehen die Spielübersicht in Ihrem Konto und die Werkzeuge, mit denen Sie Spieldauer und Verluste begrenzen können.

Was eine Spielsitzung rechtlich umfasst
Die Verordnung des EJPD über Spielbanken (SPBV-EJPD) legt in Artikel 39 fest, was das Datenaufzeichnungssystem einer Spielbank am Ende jeder Spielsitzung erfassen muss. Dazu gehören Beginn und Ende mit Datum und Uhrzeit, die Kennung der Spielerin oder des Spielers, das gespielte Spiel samt Version und die Anzahl der Spieleinheiten.
Hinzu kommen die Summen aller Einsätze und aller Gewinne, die eingesetzten und gewonnenen Gratisspielguthaben sowie der Kontostand beim Verlassen des Spiels, getrennt nach einlösbaren und nicht einlösbaren Beträgen.
Als Ende der Sitzung gilt der Zeitpunkt, in dem Sie das online durchgeführte Spiel beenden oder offline gehen. Die Sitzung hängt damit am einzelnen Spiel und nicht an Ihrem Login: Wer an einem Abend drei Slots nacheinander öffnet, erzeugt drei Sitzungen, obwohl er sich nur einmal angemeldet hat. Wie ein Anbieter diese Einträge in der Kontoübersicht zusammenfasst, schreibt die Verordnung hingegen nicht vor, und die Darstellung unterscheidet sich von Plattform zu Plattform.
Prüfen Sie deshalb im Spielverlauf Ihres Kontos, ob dort einzelne Sitzungen mit Start- und Endzeit aufgeführt sind.
So entsteht das Ergebnis einer Sitzung
Das Ergebnis einer Sitzung folgt aus zwei Summen, die das System ohnehin erfasst: Gesamtgewinne minus Gesamteinsätze. Ist die Zahl negativ, haben Sie in dieser Sitzung netto Geld verloren.
Ein Rechenbeispiel mit runden Zahlen macht das greifbar.
Angenommen, eine Sitzung umfasst 200 Spieleinheiten zu je 1 Franken, also 200 Franken Einsätze, und die Gewinne summieren sich auf 170 Franken. Das Nettoergebnis beträgt dann minus 30 Franken, auch wenn das Guthaben zwischendurch mehrmals über dem Anfangsstand lag. Eine Spieleinheit beginnt laut Artikel 8 SPBV-EJPD mit der Auslösung nach dem Einsatz und endet mit dem Entscheid über Gewinn oder Verlust, weshalb jeder Spin einzeln in die Zählung eingeht.
Gratisspielguthaben weist die Verordnung separat aus. Bei Free Spins sollten Sie darum nachsehen, ob Ihre Übersicht diese Beträge mit echtem Geld vermischt oder getrennt zeigt.
Legen Sie vor dem nächsten Spiel fest, welchen Nettoverlust pro Sitzung Sie hinnehmen wollen, und vergleichen Sie ihn danach mit der Kontoübersicht.
Spielsitzung, Spieleinheit und Login unterscheiden
Im Alltag werden vier Zeitbegriffe oft gleichgesetzt, obwohl sie ganz Verschiedenes messen und an unterschiedlichen Stellen im Konto auftauchen.
Die Tabelle stützt sich auf die SPBV-EJPD und das Geldspielgesetz; wo keine Vorschrift eine Definition liefert, steht das in der letzten Spalte ausdrücklich.
| Begriff | Umfang | Beginn | Ende | Grundlage |
|---|---|---|---|---|
| Spieleinheit | Eine Runde, ein Spin | Auslösung nach dem Einsatz | Entscheid über Gewinn oder Verlust | Art. 8 SPBV-EJPD |
| Spielsitzung | Ein Spiel, viele Runden | Start des Spiels | Spiel beendet oder offline | Art. 39 SPBV-EJPD |
| Login-Sitzung | Gesamte Anmeldung im Konto | Einloggen | Ausloggen oder Timeout | Keine Vorgabe, je nach Anbieter |
| Limitenzeitraum | Vom Anbieter festgelegte Periode | Gemäss Einstellung | Gemäss Einstellung | Art. 79 BGS, Ausgestaltung je nach Anbieter |
Wofür Sitzungsdaten beim Spielerschutz dienen
Nach Artikel 79 des Geldspielgesetzes müssen Spielbanken Möglichkeiten anbieten, die Spieldauer, die Spielhäufigkeit oder den Nettoverlust zu kontrollieren und zu beschränken. Die Geldspielverordnung verlangt zudem, dass Sie ab der Kontoeröffnung jederzeit eine Übersicht über Einsätze und Gewinne in einem bestimmten Zeitraum einsehen können, einschliesslich des Nettoergebnisses.
Bei automatischer Wiederholung, dem sogenannten Autoplay, müssen Sie das Spiel nach Abschluss der laufenden Spieleinheit beenden können, so Artikel 27 SPBV-EJPD. Bricht die Verbindung ab, darf Ihnen daraus kein Nachteil entstehen: Gewinne des laufenden Spiels werden gutgeschrieben, und solange Ihr Gerät getrennt ist, wird kein Einsatz erhoben.
Diese Pflichten gelten für Spielbanken mit Schweizer Konzession. Bei Anbietern mit Lizenz aus dem Ausland, deren Seiten in der Schweiz gesperrt werden, greifen weder die Aufzeichnungsregeln der SPBV-EJPD noch die Spielsperre nach Artikel 80 des Geldspielgesetzes, sodass allein deren eigene Bedingungen bestimmen, wie eine Sitzung gezählt und angezeigt wird. Eine Sitzungsübersicht auf einer solchen Seite lässt sich deshalb nicht mit jener eines Schweizer Anbieters vergleichen, selbst wenn sie gleich aussieht.
Setzen Sie in Ihrem Konto eine Limite für Spieldauer oder Nettoverlust, bevor Sie die nächste Sitzung starten.
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