Spielpause im Online-Casino-Konto richtig einrichten
Dieser Leitfaden erklärt, wie Sie Ihr Konto bei einem Schweizer Online-Casino für eine selbst gewählte Zeit sperren und was in dieser Zeit tatsächlich blockiert ist. Er richtet sich an Spielerinnen und Spieler, die Abstand gewinnen möchten, ohne gleich eine unbefristete Spielsperre auszulösen. Wir haben dafür die Angaben der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) und die veröffentlichten Bedingungen von Schweizer Anbietern gelesen. Sie erfahren, worin sich Spielpause und freiwillige Spielsperre unterscheiden, wie die Einrichtung im Konto abläuft und an welcher Stelle der Schutz aufhört.

Spielpause und Spielsperre: zwei verschiedene Instrumente
Wer im Schweizer Online-Casino Abstand gewinnen möchte, hat zwei Werkzeuge zur Wahl, die sich im Alltag ähnlich anfühlen, rechtlich aber verschieden behandelt werden. Die ESBK nennt das erste den «vorübergehenden Spielausstieg», die meisten Anbieter sprechen schlicht von einer Spielpause.
Jede Spielbank mit Online-Angebot muss diesen Ausstieg anbieten. Sie bestimmen die Dauer selbst, wobei die Obergrenze bei sechs Monaten liegt, und Sie wählen, für welche Kategorien von Spielen er gelten soll. Der entscheidende Unterschied liegt im Geltungsbereich: Die Pause wirkt nur bei der Spielbank, bei der Sie sie eingerichtet haben, während eine Spielsperre für alle Schweizer Casinos vor Ort und online sowie für online durchgeführte Grossspiele wie Lotterien und Sportwetten gilt. Wer Konten bei mehreren Anbietern führt, muss die Pause deshalb bei jedem einzeln setzen.
Die freiwillige Spielsperre ist grundsätzlich unbefristet.
Aufheben lässt sie sich frühestens drei Monate nach dem Eintrag, und zwar nur auf Antrag bei jener Spielbank, die sie ausgesprochen hat. Das Geldspielgesetz verlangt, dass in dieses Verfahren eine kantonal anerkannte Fachperson oder Fachstelle einbezogen wird.
Prüfen Sie als Nächstes, bei wie vielen Anbietern Sie ein aktives Konto haben, denn davon hängt ab, welches der beiden Instrumente zu Ihrer Situation passt.
Spielpause und freiwillige Sperre im direkten Vergleich
Die folgende Gegenüberstellung stützt sich auf die Angaben der ESBK und auf die publizierten Bedingungen Schweizer Online-Casinos. In jeder Zeile ist markiert, welches Instrument beim jeweiligen Punkt mehr Schutz oder mehr Spielraum bietet.
Spielpause | Freiwillige Spielsperre |
|---|---|
| Gilt nur beim Anbieter, bei dem sie eingerichtet wurde | Gilt in allen Schweizer Casinos, online und vor Ort |
| Wählbar für einzelne Kategorien, etwa nur Slots | Gilt immer für alle erfassten Geldspiele |
| Dauer selbst gewählt, höchstens sechs Monate | Unbefristet, Aufhebung frühestens nach drei Monaten |
| Endet automatisch nach Ablauf der Frist | Endet nur auf Antrag, mit Fachperson oder Fachstelle |
| Direkt im Spielerkonto einstellbar | Im Konto, schriftlich mit Ausweiskopie oder vor Ort |
So richten Sie die Spielpause im Konto ein
Die Spielpause stellen Sie in den meisten Fällen selbst im Spielerkonto ein, ohne Formular und ohne Kontakt zum Kundendienst. Die Menüpunkte heissen je nach Anbieter unterschiedlich, liegen aber im Bereich für verantwortungsvolles Spielen.
Bei der möglichen Dauer unterscheiden sich die Anbieter deutlich. Jackpots.ch nennt in seiner Hilfe eine Spanne von 15 Minuten bis sechs Monate, PASINO.ch eine von 24 Stunden bis sechs Monate. Die Obergrenze ist gesetzlich vorgegeben, die Untergrenze legt jeder Anbieter selbst fest.
Wichtig ist vor allem, was nach dem Klick auf «Bestätigen» geschieht.
Laut den Geschäftsbedingungen von jackpots.ch endet der Spielausstieg nach Ablauf automatisch, und eine vorzeitige Beendigung ist nur auf begründeten Antrag möglich, sofern keine Sperrgründe nach Artikel 80 des Geldspielgesetzes vorliegen. PASINO.ch beschreibt auf seiner Spielerschutzseite dieselbe Regel. Eine Pause lässt sich also nicht in einem schwachen Moment mit zwei Klicks zurücknehmen, und genau das ist beabsichtigt.
Für Lotterien und Sportwetten bei Swisslos gibt es eine eigene Selbstsperre im Konto unter «Limiten & Sperren», mit einer selbst gewählten Dauer von einem Tag bis 180 Tagen. Eine Casino-Pause erfasst diese Spiele nicht, deshalb setzen Sie dort eine separate Sperre, wenn Sie auch dort spielen.
Vier Schritte zur vorübergehenden Kontosperre
Die Abfolge unten beschreibt den üblichen Ablauf bei Schweizer Online-Casinos, wie ihn die Anbieter in ihren Hilfeseiten darstellen. Bezeichnungen und Mindestdauer weichen voneinander ab, die Logik bleibt bei allen dieselbe.
- Schritt 1
Bereich für verantwortungsvolles Spielen öffnen
Melden Sie sich im Spielerkonto an und suchen Sie den Menüpunkt zum Spielerschutz. Bei jackpots.ch heisst er «Verantwortungsvolles Spielen», bei PASINO.ch läuft er unter «Play Safe». - Schritt 2
Die betroffenen Spielkategorien gezielt auswählen
Legen Sie fest, ob die Pause für alle Angebote gilt oder nur für einzelne Kategorien wie Slots oder Roulette. Wenn eine bestimmte Spielart Sie mehr Zeit kostet als geplant, schliessen Sie gezielt diese aus. - Schritt 3
Dauer der Spielpause verbindlich festlegen
Wählen Sie die Dauer innerhalb der Spanne, die Ihr Anbieter vorgibt; mehr als sechs Monate sind gesetzlich nicht zulässig. Bedenken Sie, dass eine vorzeitige Aufhebung nur auf begründeten Antrag möglich ist. - Schritt 4
Limiten setzen und Pause danach bestätigen
Hinterlegen Sie vor der Bestätigung Einzahlungs- oder Verlustlimiten, damit nach Ablauf der Pause nicht alles wieder offensteht. Bei jackpots.ch wird eine Erhöhung oder Aufhebung eines Limits erst nach 24 Stunden wirksam.
Wo der Schutz der Spielpause endet
Die Spielpause ist ein Instrument des Schweizer Geldspielrechts und wirkt nur innerhalb dieses Systems. Bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung greift weder Ihre Pause noch die Schweizer Spielsperre, und eine dort eingerichtete Sperre bleibt auf dieses eine Konto beschränkt.
Die ESBK und die Gespa veröffentlichen je eine Sperrliste mit Domains, auf denen nicht bewilligte ausländische Geldspiele angeboten werden. Diese Netzsperren sind kein persönlicher Schutz, zeigen Ihnen aber, welche Angebote ausserhalb der Schweizer Regeln stehen.
Wenn eine Pause nicht genügt
Verlängern Sie Pausen wiederholt oder spielen Sie währenddessen bei einem anderen Anbieter weiter, ist die freiwillige Spielsperre der nächste Schritt.
Sie beantragen sie im Spielerkonto, schriftlich mit Ausweiskopie bei einer Schweizer Spielbank Ihrer Wahl oder persönlich vor Ort im Casino. Bei jackpots.ch setzt die Sperre über das Konto ein bereits mit Ausweis verifiziertes Profil voraus. Auch Angehörige können sich an ein Casino wenden und eine Sperre beantragen, laut SOS Spielsucht auf Wunsch anonym. Wer zuerst mit jemandem sprechen möchte, findet bei SOS Spielsucht und bei SafeZone.ch Beratung, die sich ebenso an Angehörige richtet.
Notieren Sie sich, bei welchen Anbietern Sie eine Pause gesetzt haben und wann sie jeweils abläuft.
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen zur Spielpause
Gilt eine Spielpause bei allen Schweizer Online-Casinos?
Nein. Gemäss ESBK gilt der vorübergehende Spielausstieg nur bei der Spielbank, bei der Sie ihn beantragt haben. Bei weiteren Anbietern richten Sie die Pause jeweils separat ein.
Wie lange darf eine Spielpause höchstens dauern?
Höchstens sechs Monate, das ist die gesetzliche Obergrenze. Die Mindestdauer legt jeder Anbieter selbst fest: Bei jackpots.ch sind es 15 Minuten, bei PASINO.ch 24 Stunden.
Lässt sich eine laufende Spielpause vorzeitig beenden?
Nur auf begründeten Antrag beim Anbieter. Er darf die Pause lediglich verkürzen, wenn keine Sperrgründe nach Artikel 80 des Geldspielgesetzes vorliegen, etwa eine Überschuldung.
Was geschieht, wenn die Spielpause abläuft?
Die Pause endet automatisch, und die ausgeschlossenen Kategorien sind wieder spielbar. Setzen Sie deshalb vorher Einzahlungs- oder Verlustlimiten, die nach Ablauf weiter gelten.
Wann kann eine freiwillige Spielsperre aufgehoben werden?
Frühestens drei Monate nach dem Eintrag, auf Antrag bei der Spielbank, die sie ausgesprochen hat. Eine kantonal anerkannte Fachstelle wird einbezogen; die ESBK selbst nimmt keine Aufhebungsanträge entgegen.
Schützt die Spielpause auch bei ausländischen Anbietern?
Nein. Weder die Pause noch die Schweizer Spielsperre erfassen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Dort gilt höchstens eine Sperre, die Sie direkt bei diesem einen Konto einrichten.
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Was wir bei diesem Vergleich zuerst ansehen, ist die Zeile zum Geltungsbereich. Eine Pause bei einem Anbieter lässt ein zweites Konto anderswo offen, und genau dort scheitern viele gut gemeinte Vorsätze. Wer nur ein einziges Konto führt, ist mit der Pause gut bedient; bei mehreren reicht sie selten aus.