Bingo: Zahlenspiel mit Gewinnmuster

Dominik Studer
Zuletzt aktualisiert am 2. Oktober 2026, 16:38
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Bingo ist ein Zahlenspiel, bei dem zufällig gezogene Zahlen auf einer vorab gekauften Karte markiert werden und jene Karte gewinnt, die als erste ein festgelegtes Gewinnmuster vollständig abdeckt. In der Schweiz wird Bingo den Lotterien zugeordnet, auch wenn es in manchen Lobbys gleich neben Slots erscheint. Verbreitet sind zwei Systeme mit 75 oder 90 Kugeln, die sich im Aufbau der Karte und in den Gewinnstufen deutlich unterscheiden.

Bingo

75 und 90 Kugeln: die zwei Bingo-Systeme

Beim 75-Ball-Bingo trägt die Karte ein Raster von 5 × 5 Feldern, dessen Spalten mit den Buchstaben B, I, N, G und O überschrieben sind. Jede Spalte deckt einen Bereich von 15 Zahlen ab, von B 1–15 bis O 61–75, und das Mittelfeld gilt meist als freier Joker.

Das 90-Ball-Bingo arbeitet mit einem Schein aus drei Reihen und neun Spalten, auf dem jede Reihe fünf Zahlen trägt, insgesamt also 15 Zahlen und zwölf Leerfelder. Gespielt wird hier in Stufen: zuerst eine Reihe, dann zwei Reihen und am Ende die ganze Karte, das sogenannte Full House.

Welches Muster gilt, legt der Veranstalter vor jeder Runde fest.

Wo Bingo in der Schweiz angeboten wird

Online führt Swisslos ein eigenes Bingo-Angebot, bei dem Karten über ein Spielerkonto gekauft werden und an der nächsten Ziehung teilnehmen. Daneben verkauft Swisslos «Bingo Lotto» als Rubbellos mit einem Höchstgewinn von CHF 60’000.

Lokale Bingo-Abende von Vereinen gelten als Kleinlotterien, die von den kantonalen Bewilligungsbehörden genehmigt werden. Ob ein Schweizer Online-Casino Bingo überhaupt im Sortiment führt, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Einen einheitlichen Standard für Kartenpreise, Ziehungsrhythmus oder Auszahlungsquote gibt es nicht, und die Quote lässt sich nur aus den Regeln der jeweiligen Version ablesen, weil dasselbe Spiel in mehreren Fassungen laufen kann.

Der Zugang zu Online-Geldspielen ohne Schweizer Bewilligung wird gesperrt.

Abgrenzung zwischen Bingo und Zahlenlotto

Bingo stammt vom Gesellschaftsspiel Lotto ab, folgt aber einer anderen Gewinnlogik. Beim Zahlenlotto zählt, wie viele getippte Zahlen mit einer Ziehung von fester Länge übereinstimmen, und mehrere Gewinnränge werden gleichzeitig ausbezahlt. Beim Bingo läuft die Ziehung dagegen so lange, bis die erste Karte das Muster erfüllt, weshalb die Zahl der gezogenen Kugeln von Runde zu Runde schwankt.

Auch die Zahlen entstehen anders: Beim Bingo sind sie auf der Karte vorgedruckt, beim Lotto werden sie selbst getippt.

Daraus folgt eine Eigenheit, die beim Lotto fehlt. Die Gewinnchance einer einzelnen Bingo-Karte hängt davon ab, wie viele Karten in derselben Runde im Spiel sind.

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