Rubbellos: Begriff und Quoten
Ein Rubbellos ist ein Lotterielos, dessen Gewinnfelder unter einer Rubbelschicht verdeckt sind und dessen Ergebnis bereits beim Druck der Serie feststeht. Beim Freirubbeln wird also nichts gezogen; sichtbar wird nur, was der Spielplan der Serie vorab verteilt hat.
In der Schweiz zählen Rubbellose rechtlich zu den Lotterien und damit zu den Grossspielen. Online dürfen Lotterien nur Swisslos und die Loterie Romande durchführen, die Aufsicht darüber liegt bei der interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa.

Ausschüttungsquote und Trefferquote beim Rubbellos
Jede Serie folgt einem Spielplan, der Anzahl Lose, Preis und Gewinnstufen festlegt. Daraus ergeben sich zwei Kennzahlen, die regelmässig verwechselt werden.
Die Ausschüttungsquote ist die Summe aller Gewinne einer Serie, geteilt durch ihren Planumsatz. Die Trefferquote gibt dagegen an, welcher Anteil der Lose überhaupt einen Gewinn trägt, ganz gleich, wie klein er ausfällt.
Eine Swisslos-Serie zeigt den Abstand deutlich: 1,6 Millionen Lose zu 12 Franken ergeben einen Planumsatz von 19,2 Millionen Franken, von dem laut Spielplan rund 58 Prozent als Gewinne zurückfliessen. Die Trefferquote lag bei etwa 27 Prozent, womit nur gut jedes vierte Los überhaupt gewann. Viele dieser Treffer erstatten kaum mehr als den Einsatz zurück.
Ein hoher Trefferanteil sagt deshalb wenig über den tatsächlichen Rückfluss aus.
Rubbellos, RTP und Rubbelspiel im Casino
Die Ausschüttungsquote eines Rubbelloses wird oft mit dem RTP gleichgesetzt, also dem langfristigen Rückfluss eines Casinospiels. Rechnerisch ähneln sich beide Werte, die Mechanik dahinter unterscheidet sich jedoch grundlegend.
Ein gedrucktes oder online verkauftes Los stammt aus einer begrenzten Serie mit fester Anzahl Gewinne. Ein Rubbelspiel in einer Casino-Lobby ermittelt das Ergebnis dagegen bei jeder Runde per Zufallsgenerator, und sein RTP kann je nach zertifizierter Version des Spiels unterschiedlich hoch ausfallen. Ob ein Schweizer Online-Casino solche Titel führt, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden.
Bei den Landeslotterien schwanken die Quoten zwischen den Serien stark: Medienberichte nannten für einzelne Lose Werte zwischen gut 50 und 70 Prozent. Für Lotteriespiele gilt in der Schweiz ein Mindestalter von 16 Jahren.
Massgeblich ist deshalb stets der Spielplan der jeweiligen Serie.
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